16. Oberlausitzer Leinewebertag mit Karaseks Naturmarkt

dana am 16.03.2012 - 16:11
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Im Rahmen dieses historisch interessanten Erlebnistages kann man in die Zeit der fleißigen und genügsamen Leineweber abtauchen. Der Arbeitstag begann damals am frühen Morgen mit lauten Wachtelschlägen und endete erst nach 14 – 16 Stunden. Die Leineweber besaßen keine großen Reichtümer und lebten im Einklang mit der Natur. Auf der Wiese hinter dem Umgebindehaus stand die „Kuh des kleinen Mannes“, die Ziege. Diese gab täglich frische Milch und daraus wurde selbst Butter, Quark und Käse hergestellt.

Aktionen im Karasek-Museum

Im Karasek-Museum wird sehr anschaulich der historische Flachsanbau und dessen einstige Verarbeitung, von den Kollegen des Markersdorfer Dorfmuseums, vorgeführt. Ebenfalls rattert in einer original eingerichteten Wohn- und Arbeitsstube um 1800 ein alter Handwebstuhl aus jener Zeit.
Des Weiteren erfährt der Besucher viel Interessantes über das Entstehen und den Aufbau des Oberlausitzer Umgebindehauses. Die Fotogalerie „Unterwegs in Karaseks Revier“ von Herrn Rainer Döring präsentiert eindrucksvolle Fotografien aus dem Grenzgebiet der Oberlausitz und Nordböhmens. Die Exposition „Damals in der DDR – das tägliche Leben“ kann ebenfalls besichtigt werden.

Gleich um die Ecke, im Seifhennersdorfer Ratskeller, werden typische Gerichte der Leineweber, wie Teichelmauke, Stupperle oder Holundersuppe liebevoll zubereitet.

Außerdem Naturmarkt mit ca. 60 Direktvermarktern und Händlern

Karaseks Naturmarkt mit ca. 60 Direktvermarktern und Händlern findet auf dem Museumsparkplatz, Rathausplatz sowie im historischen Dreiseithof (Bulnheimscher Hof) statt.
Diese Händler bieten u.a. Ziegen- und Kuhkäse, Wild- und Geflügelspezialitäten, Pferdefleisch und –wurst, Karaseks Schmugglerschinken und –brot, Wachteleier, Kräuterliköre, Moorpackungen aus Stülpner Karls Revier sowie lustiges Holzspielzeug aus dem Isergebirge an. Dem Himmelsbäcker aus Neukirch kann man beim Herstellen von Baumkuchen über dem offenen Feuer über die Schulter schauen und ab 15 Uhr wird Osterhase Olli dem Naturmarkt einen Besuch abstatten.

Auch das Umgebindehaus (Bulnheimscher Hof), mit seinen wertvollen Deckenmalereien und einer Ausstellung von der AG Textilland Oberlausitz „Gräfin Cosel und August der Starke auf Landpartie...“ – textile Geschichte der Oberlausitz und Böhmens – lädt zu einem Besuch ein. Außerdem kann man verschiedene textile Handwerkstechniken ausprobieren.

Alles in allem gibt es am 18. März von 11:00 bis 17:00 Uhr im Zentrum der Oberlausitzer Grenzstadt Seifhennersdorf sehr viel für Jung und Alt zu erleben. Sogar eine nostalgische Kindereisenbahn dreht dabei ihre Runden.

Natürlich werden auch Räuberhauptmann Karasek und seine Spießgesellen das Markttreiben stets im Auge behalten.

Weitere Informationen: www.karaseks-revier.de

Quelle: Karaseks-Museum/Tourist-Information
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