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Proinkasso will wieder massenhaft Kasse machen
Vorsicht vor Mahnbriefen aus Neu-Isenburg
Schon im vergangenen Sommer machte die Firma Proinkasso GmbH aus Neu-Isenburg von sich reden und jagte vielen Sachsen mit hohen Geldforderungen einen Schreck ein.
Gegenwärtig geht im Freistaat Sachsen wieder Post von dieser Firma ein. Proinkasso teilt darin mit, dass Mandanten wie beispielsweise „Tipp House“ sie angeblich bevollmächtigt hätten, eine Forderung aus einer Anmeldung zu einem Gewinnspieleintragungsdienst, nämlich u.a. Tipp House, einzuziehen. Die Forderungen sind in unterschiedlicher Höhe angegeben, z.B. 133,61 Euro oder 138,61 Euro. Gleichzeitig werden für den Fall der Nichtzahlung zahlreiche gerichtliche Möglichkeiten des Geldeinzuges angedroht.
„Kein Wunder, dass Verbraucher nicht nur verunsichert, sondern auch verärgert sind“, meint Marion Schmidt, Rechtsreferentin in der Verbraucherzentrale Sachsen. Viele fragen sich nun, was zu tun ist, um diese angebliche Forderung zu entkräften.
Hier gilt der Rat: „Wer keinen Vertrag abgeschlossen hat, muss auch nichts bezahlen“, informiert Schmidt. Keinesfalls sollte man dann auch die angebotene Ratenzahlungsvereinbarung unterschreiben.
Wer mit den in den Schreiben genannten Firmen dennoch telefoniert und vermeintlich einen Vertrag abgeschlossen haben sollte, muss überprüfen, ob ihm ein entsprechendes Schriftstück zugestellt und eine Widerrufsbelehrung erteilt worden ist. Liegt dies nicht vor, kann der vermeintliche Vertrag vorsorglich jetzt noch widerrufen werden, und die Forderungen müssen nicht beglichen werden. Allerdings darf man dann auch als Gegenleistung zum Beispiel nicht an einem Gewinnspiel teilgenommen haben.
Wer sich unsicher ist, ob der Forderung eines Inkassounternehmens ein berechtigter Zahlungsanspruch zugrunde liegt, sollte seine eigenen Unterlagen durchforsten und sich Rat bei der Verbraucherzentrale Sachsen einholen.
Weitere Informationen: www.verbraucherzentrale-sachsen.deQuelle: Verbraucherzentrale Sachsen e.V.
