.. / Der Freistaat Sachsen / Kamenz

Kamenz - hier wurde
Gotthold Ephraim Lessing geboren

Lessing Museum Kamenz: Lessingplatz 3 ; D-01917 Kamenz
Informationen: Telefon: 0 35 78 - 38 050; Fax: 0 35 78 - 38 05 25
Museum der Westlausitz: Pulsnitzer Str. 16 ; D-01917 Kamenz
Öffnungszeiten: Die - Fr. 10 bis 16 Uhr, Sa.,So., feiertags 13 bis 17 Uhr

Zur Geschichte

In einer fränkischen Chronik werden erstmals 631 sorbische Stämme in der Oberlausitz genannt. Die Oberlausitz war das Stammesgebiet der Milzener.
Um 1190 erhielt Bernhard von Vesta den Burgward von Kamenz, unter seiner Herrschaft beginnt die Besiedlung des Landes.
1225 wird Kamenz als Burgward genannt. Die älteste und bedeutendste Hauptstraße des West-Ost-Verkehrs, die "Hohe Straße" oder "via regia Lugatinae", führt an Königsbrück vorbei und durchquert Kamenz in Richtung Bautzen.
1248 stifteten die Herren von Kamenz das Zisterzienserinnenkloster Sankt Marienstern bei Kuckau und 1346 wurde Kamenz neben den Städten Görlitz, Bautzen, Löbau, Zittau und Lauban (heute VR Polen) Mitglied des Sechsstädtebundes.
Nach dem Wiener Frieden von 1815 wird Kamenz Amtshauptmannschaft, ein Unterbezirk der Kreishauptmannschaft Bautzen.
Heute ist Kamenz eine Kreisstadt im Regierungsbezirk Dresden. Der Landkreis Kamenz umfasst etwa 1380 km² und hat ca. 165.000 Einwohner.
Die Stadt Kamenz erstreckt sich auf der Hochfläche am Rande des Nordwestlausitzer Berglandes, umfasst ca. 20 km² und hat etwa 19.000 Einwohner. In Kamenz direkt gibt es derzeit 30 geöffnete Beherbergungsstätten mit insgesamt 700 Betten.
Vom Lessing-Turm auf dem benachbarten Hutberg, an dessen Hängen sich Rhododendronhaine und eine große Freilichtbühne befinden, überblickt man die Stadt mit den neuen Stadtvierteln, die im Norden und Nordosten bis in das Heide- und Teichgebiet mit der Elsterniederung reichen.
Am 22.01.1729 wurde in Kamenz der Dichter Gotthold Ephraim Lessing geboren. An sein Geburtshaus erinnert eine kleine Gedenkstätte, da das Gebäude beim Stadtbrand von 1842 vernichtet wurde. Auf dem Gelände des ehemaligen Holzhofes der Stadt errichteten die Kamenzer 1929-1931 dem großen Sohn der Stadt zu Ehren das Lessinghaus, eine repräsentative Gedenk- und Bildungsstätte. Sie beherbergt bis heute das Literaturmuseum zu Leben, Werk und Wirken des Aufklärers und die Lessingbibliothek. Außerdem finden seit 1962 alljährlich im Januar und Februar die Kamenzer Lessing-Tage mit den verschiedensten Veranstaltungen statt.
Zur Eröffnung wird seit 1993 alle zwei Jahre der Lessing-Preis des Freistaates Sachsen verliehen. Das Programmheft zur Veranstaltungsfolge ist ab Dezember im Museum erhältlich. Das Lessing-Museum veröffentlicht in der Schriftenreihe "Erbepflege in Kamenz" Beispiele der Lessing-Rezeption und inhaltlich vertiefende Texte zur Ausstellung. Auch erscheint schrittweise das mehrbändige Sammlungsverzeichnis.
Sehenswert ist das Rathaus im italienischen Renaissance-Stil.
Im Ponickau-Haus (Pulsnitzer Str.16) mit seinen Kreuzgewölben und der Rokoko-Fassade, das den großen Stadtbrand von 1842 überstand und dessen Grundmauern auf die zweite Stadtgründung 1255 hinweisen, ist das Museum der Westlausitz untergebracht. Die ständige Ausstellung zur Landschafts- und Kulturgeschichte der Westlausitz präsentiert Besonderheiten der Tierwelt sowie die Geschichte der Stadt Kamenz. Eine wissenschaftliche Bibliothek umfasst 7000 Bücher und 160 Zeitschriftentitel. Es gibt eine Präparationswerkstatt und einen Garten mit tertiären Pflanzen. Jährlich finden Sonderausstellungen u.a. zur Umwelt und zur Geschichte der Pfefferkuchenmodeln statt.

Auskünfte, Informationen, Zimmervermittlung, touristische Angebote:
Kamenz-Information: Pulsnitzer Straße 11, 01917 Kamenz
Tel.: 03 578 / 70 00 111; Fax: 03 578 / 70 00 119;
Homepage der Stadt Kamenz: www.kamenz.de


Ausgewählte Sächsische Webseiten

Landesfremdenverkehrsverband Sachsen
Verbraucherzentrale Sachsen
Verkehrsverbund Oberelbe
Offizielle Sachsen-Seite
Kommentar schreiben

Noch kein Kommentar vorhanden ...