»DRESDEN IM BAROCK« schließt zu diesem Sonntag

Dana -
Dresden 1945 © Tom Schulze / asisi
Dresden 1945 © Tom Schulze / asisi

Zum kommenden Sonntag schließt die Panoramaausstellung »DRESDEN IM BAROCK« im Panometer Dresden. Nach einer kurzen Umbauphase öffnet das Panometer Dresden anschließend am Samstag, 14.01., mit dem Panorama »DRESDEN 1945 – Tragik und Hoffnung einer europäischen Stadt«. Die mit dem German Design Award 2016 ausgezeichnete Panoramaausstellung ist vom 14. Januar bis 11. Juni 2017 zum dritten Mal im Panometer Dresden zu sehen.

Zur Eröffnung findet ein Themen-Poetry-Slam statt

Eingeläutet wird die dritte Laufzeit des beeindruckenden Panoramas erstmalig mit einem Poetry Slam. Yadegar Asisi und der Livelyrix e.V. laden am Samstag, den 14. Januar 2017 20 Uhr ins Panometer Dresden ein, um eine spannende Symbiose aus Poesie und Panorama zu präsentieren. In zwei Runden und einem Finale wird das Publikum den Sieger des modernen Dichterwettstreites küren. Eine Runde wird dabei ausschließlich dem Panorama und dessen Inhalt gewidmet sein.

Deutschlands ältester Slammer auf der Bühne

Es treten gegeneinander an: Rudi W. Berger aus Langenwetzendorf, mit 92 Jahren Deutschlands ältester Slammer und somit Zeitzeuge, Bonny Lycen, langjährige Dresdnerin und gerade bei den deutschen Slammeisterschaften ins Halbfinale eingezogen, sowie Carmen Wegge, eine der besten Slammerinnen der Republik, deren Eltern von Bayern nach Dresden zogen. Der vierte Kandidat Sven Hensel schafft es mit seiner ungeheuren poetischen Kraft das Publikum beispiellos in seinen Bann zu ziehen, was ihm bereits den PoetrySlamMeistertitel in Nordrhein-Westfalen einbrachte. Nach einer Begrüßung durch den Panoramakünstler selbst, wird der Abend moderiert von Christian Meyer, MDR-Moderator und Mitglied beim legendären The Fuck Hornisschen Orchestra. Tickets sind im Vorfeld für 10,00€ im Panometer Dresden, im Panometer Infopoint am Neumarkt oder bei TixForGigs erhältlich. An der Abendkasse sind Tickets für 13,00€ zu erstehen.

Neue Panorama zeigt Ausmaß der Zerstörung im 2. Weltkrieg

Das Panorama »DRESDEN 1945 « wurde 2015 zum ersten Mal im Panometer Dresden gezeigt und konnte innerhalb weniger Monate bereits über 160.000 Besucher verbuchen. Das etwa 3.000 qm große Rundbild zeigt die zerstörte Innenstadt von Dresden unmittelbar nach den alliierten Bombardements im Februar 1945. Im Maßstab 1:1 erlebt der Betrachter die Ausmaße der Zerstörungen wie vor über 70 Jahren vom Rathausturm am Rande der Altstadt. Über der Szenerie liegen schwere Rauchschwaden und einzelne Brände erleuchten die apokalyptische Trümmerlandschaft. Das Projekt ist in engem fachlichem Austausch mit dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden entstanden. Der aus international bekannten Film-, TV- und Werbeproduktionen bekannte Komponist Eric Babak konzipierte die Begleitmusik sowie eine auf das Panorama abgestimmte Geräuschkulisse und vervollständigt so den intensiven Raumeindruck im Panorama.

Eine begleitende multimediale Ausstellung führt in die Thematik ein und spannt den Bogen der Stadtgeschichte von der Jahrhundertwende um 1900 über die Weimarer Republik, die Zeit des Nationalsozialismus bis hin in die Nachkriegszeit. Der abschließende Filmbeitrag schenkt Zeitzeugen der Bombardements und des Wiederaufbaus Gehör. Dresdner berichten aus ihren Kindheits- und Jugendtagen und geben dem Antrieb, die zerstörte Stadt zu enttrümmern und ein neues Leben zu beginnen, ein Gesicht.

Interessierte Besucher können ihr Hintergrundwissen zu den Geschehnissen in verschiedenen thematischen Führungen und Veranstaltungen des Panometer vertiefen. Für Schulklassen bietet das Panometer Dresden speziell konzipierte Workshops zum Thema an.

Am 10.01. und 11.01. liest Autor und Neffe von Yadegar Asisi, Alexander Asisi bereits vorab in den Bibliotheken Laubegast und Gorbitz aus seinem Kriminalroman „Die Dresdnerin“. Der Roman beschäftigt sich unmittelbar mit der Verfolgung eines Serienmörders vor dem Hintergrund der Bombardierungen Dresdens im Februar 1945.

Quelle: Kiss & Tell Communication