5. Polnisch-Deutsche Kulturtage Dresden

Dana -
Sound Factory Orchestra / Foto: Marek Ciechowski
Sound Factory Orchestra / Foto: Marek Ciechowski

Die Polnisch-Deutschen Kulturtage in Dresden feiern im Jahr 2016 ihr 5-jähriges Bestehen. Im Zentrum des Festivals steht dieses Jahr Breslau/ Wroclaw, die europäische Kulturhauptstadt 2016. Seit 1959 pflegt die Landeshauptstadt eine Städtepartnerschaft mit der nur 270 km von Dresden entfernten Stadt. Beides sind gute Gründe, das Kulturleben dieser faszinierenden Metropole und Region besser kennen zu lernen und die bestehenden Kulturbeziehungen zwischen Dresden und Breslau/Wroclaw zu intensivieren.

Wie lebt es sich in einer Stadt, in der verschiedenste Kulturen aufeinandertreffen? Welchen Einfluss hatten die großen geschichtlichen Ereignisse auf das Breslauer Stadtbild und seine Bevölkerung? Der Veranstalter der Kulturtage, das Dresdner Kraszewski-Museum und seine polnischen Partner, haben u. a. Musiker, Filmemacher, Schriftsteller, Architekten und Kulturwissenschaftler aus Polen und Deutschland eingeladen. An verschiedenen Orten Dresdens dürfen sich Besucher vom 25. September bis zum 20. November von der polnischen Kulturszene faszinieren lassen.

Sonderausstellung im Rahmen der 5. Polnisch-Deutschen Kulturtage

Den künstlerischen Auftakt gibt die Fotografie-Ausstellung „Auf der Suche nach neuer Identität. Wroclaw in der Nachkriegszeit“ im Kraszewski-Museum. Gezeigt werden Fotografien des wohl populärsten Fotografen und Chronisten der Stadt Breslau, Stefan Arczyński. Die Eröffnung findet am Montag, den 26.9. um 19 Uhr im Kraszewski-Museum statt. Die Ausstellung kann vom 28.9.2016 - 29.1.2017 (Mi - So, Feiertage: 13 - 18 Uhr) besichtigt werden.

Musikalische Höhepunkte

Musikalisch wird es am Freitag, den 30.9. um 20 Uhr im Jazzclub Tonne, wenn Günter „Baby“ Sommer sich mit seiner seit 1994 bestehenden Jazz-Formation „The Polish Connection“ präsentiert.
Wer sich von elektroakustischer Musik begeistern lassen möchte, der sollte sich das Konzert des Sound Factory Orchestras aus Wrocław nicht entgehen lassen. Studierende und Absolventen der Musikhochschulen in Breslau und Dresden haben sich zusammengeschlossen und ein musikalisches Erlebnis aus elektronischer Musik und Jazz-Klängen auf die Beine gestellt. Das Konzert findet am Freitag, den 14.10. um 19:30 Uhr in der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden statt.
Zu Gast im Kraszewski-Museum sind am 20.11. außerdem Krzysztof Pełech und Robert Horna. Das Gitarren-Duo kombiniert originelle Arrangements im Stil von Samba, Bossa Nova sowie Smooth Jazz. Hören Sie Stücke von Pat Metheny, Ralph Towner, Astor Piazzola und weiteren Komponisten.

Tipps für Filminteressierte

Alle Filminteressierten sind am Sonntag, den 2.10. um 17 Uhr ins Kraszewski-Museum eingeladen. Gezeigt wird der Spielfilm „Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben“.
Ein paar Tage später, am Freitag, den 07.10. findet im Thalia Kino Dresden die Polnische Filmnacht statt. Die Musikdokumentation „For Being Alive - Punk from Wrocław“ widmet sich den Subkulturen der Stadt. Anschließend wird der Film „Grenzland eine Reise“ gezeigt, welcher vom Grimme-Preisträger Andreas Voigt gedreht wurde.
Ute Badura, die Regisseurin des Films „Schlesiens Wilder Westen“, wird nach dessen Vorführung am 9.10. um 17 Uhr im Kraszewski-Museum zu Gast sein und Einblicke in die Produktion ihres Streifens geben.

Über seine Erlebnisse im heutigen Breslau wird Marko Martin, Stadtschreiber von Breslau, im Kraszewski-Museum am Sonntag, den 6.11 um 17 Uhr, berichten. Fünf Monate war er in der europäischen Kulturhauptstadt unterwegs und schrieb in einem Onlinetagebuch über seine Begegnungen und die Besonderheiten der Stadt.

Darüber hinaus widmen sich Historiker, Architekten und Kulturwissenschaftler u. a. den Beziehungen zwischen Berlin und Breslau, den Nachkriegsjahren, der Revitalisierung der Stadt und geben einen kunsthistorischen Einblick in die schlesische Hauptstadt.

Weitere Veranstaltungen der 5. Polnisch-Deutschen Kulturtage finden Sie auf der Website:
www.polnische-kulturtage- dresden.de

Quelle: Museen der Stadt Dresden