Adventsmarkt auf der Festung Königstein verzaubert mit russischem Flair

Dana -
Ivan, Väterchen Frost und die Schöne Wassilissa (vlnr)Foto: Sebastian Thiel
Ivan, Väterchen Frost und die Schöne Wassilissa (vlnr)
Foto: Sebastian Thiel

Unter dem Titel „Königstein – ein Wintermärchen“ lädt die Festung Königstein an den vier Adventswochenenden wieder zum stimmungsvollen Markt der Spiel- und Handwerksleute ein. In diesem Jahr stehen russische Weihnachtstraditionen im Mittelpunkt des Bühnenprogramms. Am Sonnabend, dem 29. November, 12 Uhr, wird das Treiben mit dem Anschnitt des 10,19 Meter langen Riesenstollens offiziell eröffnet.

Das Königsteiner Wintermärchen gilt als einer der sehenswertesten Adventsmärkte Deutschlands. Er lebt von der Aura des Ortes sowie von der stimmungsvollen und liebevollen Inszenierung, vom Handgemachten, vom Authentischen. Musikanten, Gaukler, Puppenspieler und Geschichtenerzähler unterhalten ohne viel Technik. Händler bieten wie einst ihre Waren feil. Über offenen Feuern wird nach alten Rezepten gegart und gekocht. Das Karussell ist handbetrieben, die Tiere in der Weihnachtskrippe echt. Kinder können basteln und Stockbrot backen. Und in der ältesten Garnisonskirche Sachsens erklingt Adventsmusik von der Jehmlich-Orgel.

Altes Handwerk, russische Märchen und eine echte Banja

Die 70 Buden werden wie einst vor Ort aus Holz und Stoffbahnen handgezimmert. Auf dem Paradeplatz und in den Kasemattengängen findet man traditionelle Handelswaren: Keramik-, Filz- und Holzartikel, Schmuck, Laternen, Felle, Floristik sowie Natur- und Kräuterprodukte. Holzschnitzer, Steinmetze, Maler und Kupferschmiede führen altes Kunsthandwerk vor. Und der Festungsbäcker holt duftende Rosinen-, Mandel- und Mohnstollen aus dem Holzbackofen.

In diesem Jahr steht der Markt unter einem russischen Stern. Das Bühnenprogramm wartet mit russischen Märchen wie „Väterchen Frost“ und „Die schöne Wassilissa“ auf. Das Ensemble „Dawai, dawai!“ spielt feurige russische Tänze. Und zum ersten Mal gibt es eine Banja, eine traditionelle russische Sauna mit Badehaus. Hier können sich Besucher mit Wodka und Birkenzweigen gründlich durchwärmen.

Auch unterirdisch duftet und funkelt es

Neu ist auch die „Flimmerstunde“ von 16 bis 19 Uhr, bei der märchenhafte Scherenschnittfilme von Lotte Reiniger an die Fassade des Alten Zeughauses projiziert werden. Und in der Pulverkasematte ist der eindrucksvolle Zeitrafferfilm „Hunderttausendsternehotel“ mit nächtlichen Landschaftsaufnahmen des Elbsandsteingebirges sehen.

Das Festungsplateau wird für den Weihnachtsmarkt aufwendig dekoriert. Etwa 400 Weihnachtsbäume werden aufgestellt und Lichterketten mit mehr als 1 600 Lampen gespannt. Über dem Eingang zur unterirdischen Kasematten-Weihnacht leuchten erstmals Sternbilder und in der Weihnachtswelt selbst sorgen 174 Herrnhuter Sterne für eine vorweihnachtliche Stimmung.

„Königstein – ein Wintermärchen“ findet seit 1995 statt und lockt jährlich etwa 35 000 Besucher in die Region. Geöffnet ist der Markt an allen vier Adventswochenenden jeweils sonnabends und sonntags von elf bis 19 Uhr. Ein Fixpunkt ist das Öffnen des mit 112 Metern längsten Adventskalenders Deutschlands. An den Sonntagen kommt der Weihnachtsmann mit einem großen Sack Geschenke zu Besuch. Der Eintritt für den Markt ist im regulären Festungseintrittspreis enthalten (Erwachsene 7, Ermäßigte 5, Familien 18 Euro, inklusive aller Museumsausstellungen).

Bei hohem Besucheraufkommen steht ein Ausweichparkplatz im Gewerbegebiet Leupoldishain, auf den eine neue Beschilderung hinweist, zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung Festung Königstein gGmbH