Commerzbank sei Dank! 25.000 grafische Blätter neu untergebracht

Dana -
Blick in die grafische SammlungFoto: Museen der Stadt Dresden/ Franz Zadniček
Blick in die grafische Sammlung
Foto: Museen der Stadt Dresden/ Franz Zadniček

Die grafische Sammlung enthält ca. 25.000 Arbeiten auf Papier. Aquarelle, Collagen, Druckgrafiken in verschiedenen Techniken sowie Pastelle und Zeichnungen vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart geben Einblick in die stilistischen Ausdrucksformen mehrerer Künstlergenerationen. Einen großen Teil bilden Arbeiten auf Papier von in Dresden tätigen Künstlern. Der Bestand wird zukünftig in einem Studienraum für alle Interessenten wieder zur Verfügung stehen.

Die konservatorische Arbeit und Bestanderhaltung

Zu den wissenschaftlichen Aufgaben der Städtischen Galerie Dresden gehört die Erschließung der grafischen Sammlung. Seit Ende November 2011 arbeiten 5 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an deren Umzug. Die bisherigen Aufbewahrungsbedingungen entsprachen nicht den konservatorischen Anforderungen. Säurehaltige, teils verschlissene und nicht formatgerechte Mappen und Kisten stellten eine zunehmende Gefahr für die Blätter dar. Es bestand daher Handlungsbedarf. Mögliche Verzögerungen hätten künftig zu höheren Restaurierungskosten geführt, bzw. eine Wertminderung der Sammlung zur Folge gehabt. Dank einer großzügigen Spende der Commerzbank konnte das Projekt realisiert werden.

Eine besondere logistische Herausforderung in diesem Prozess ist es, zu jeder Zeit auf jedes Blatt zugreifen zu können. Leihanfragen mussten wie gewohnt bearbeitet werden. Vier der im Besitz der Städtischen Galerie befindlichen Blätter von Otto Dix befinden sich derzeit z.B. auf einer Ausstellung in Gera. Gleichzeitig brachte die Sichtung der Sammlung auch Überraschendes zutage: so wurden beispielsweise Blätter gefunden, die noch nicht im Inventarverzeichnis verzeichnet waren. Ende März 2012 wird die Phase des Umzugs abgeschlossen sein.

Die Zukunft

Nach der vollständigen Erschließung des grafischen Bestandes wird es insbesondere Dresdner Bürgerinnen und Bürgern wieder möglich sein, sich ausgewählte Grafiken vorlegen zu lassen. Bis dahin erfolgt die Aufarbeitung des Bestandes. Jedes Blatt wird dann in einer elektronischen Datenbank verzeichnet sein, die – auch das ist ein weiteres Ziel der Museen der Stadt Dresden – zukünftig einfache Wege zur Erkundung der Sammlung in einer Online-Version bereitstellt. Mit ihrer Hilfe können dann Künstler im Bestand recherchiert und Werke zur Ansicht aufgerufen werden.

Quelle: Pressemitteilung Museen der Stadt Dresden