Die Entwicklung des Glücksspiels im Osten nach der Wende

Dana -
Rainer Sturm / pixelio.de
Rainer Sturm / pixelio.de

Das Glücksspiel, wie Zahlenlotto, Roulette, Toto, Poker, Blackjack oder Spielautomaten gehört seit Jahrhunderten zu den beliebtesten Unterhaltungsspielen der Menschen. Denn in keinem anderen Spiel sind der Nervenkitzel, die Spannung und der Spielspaß so groß, abgesehen davon, dass man viel Geld gewinnen kann. Das macht den größten Reiz aus. Im Osten Deutschlands hat das Glücksspiel nach der Wende einen regelrechten Boom ausgelöst. Zum einen, weil von Seiten der Politik und Wirtschaft eine höhere Aufgeschlossenheit dem Thema gegenüber vorherrscht, zum anderen, weil die Einnahmen von Glücksspiel in Sachsen und anderen neuen Bundesländern für die Förderungen von kulturellen und sportlichen Zwecken verwendet wird. Besonders für den Sport sind diese Förderungen essentiell, denn sie helfen den Vereinen, unabhängiger zu agieren. Nach der Wende war das vor allem für die Fußballvereine wichtig. Durch die liberale Wirtschaftsordnung im Osten haben sich in den neunziger Jahren viele Casinos und Spielhallen niedergelassen. Auch alte Spielbanken wurden renoviert und wiedereröffnet.

Die wichtigsten Spielbanken im Osten

Spielbanken in den neuen Bundesländern bieten in der Regel das kleine und das große Spiel an. Das bedeutet, es lassen sich sowohl Tischspiele als auch Spielautomaten Spiele, die man bereits aus den Online Casinos kennt, zocken. Die wichtigsten offiziellen Spielbanken des Landes sind in den drei Großstädten Dresden, Leipzig und Chemnitz angesiedelt. Im Nachbarbundesland Sachsen-Anhalt gibt es zudem die Spielbank Leuna-Günthersdorf. In Brandenburg existieren weitere, lohnenswerte Casinos, wie das Joker’s Garden in Potsdam und das Joker’s Place in Cottbus.

Zukunft der Spielbanken im Osten

Das Glücksspiel ist beliebt und sorgt für enorme Einnahmen und Steuergelder. Allerdings hat sich der Spielbetrieb in den letzten Jahren immer mehr auf das Internet verlagert. Das bedeutet, die meisten Menschen spielen heute in einem Online Casino oder über das Smartphone. Die klassischen Spielbanken verzeichnen deshalb immer wieder Verluste. Das vermeintlich sichere Geschäft mit einem Casinospielbetrieb läuft nicht mehr so gut, wie noch vor 10 Jahren. Statistiken zeigen, dass sich die Einnahmen deutscher Spielbanken von rund einer Milliarde Euro auf knapp 550 Millionen Euro halbiert haben. Die staatlichen Spielcasinos versuchen mit verschiedenen Einsparungen die Kosten zu senken, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein.

Das Problem ist die Regulierung, die durch den Glücksspielstaatsvertrag gegeben ist. Länder verdienen ihr Geld durch extrem hohe Spielbankabgaben. Das allerdings macht es den Spielbanken schwer, zu überleben. Stattdessen sollten die Bundesländer Abgaben auf Online Glücksspiel verlangen. Doch die Anbieter von Online Casinos sind privat und deshalb bisher offiziell nicht legal in Deutschland, obwohl sie von der EU als legal angesehen werden. Würden die Online Casinos in Deutschland legal sein, dann könnten die Bundesländer von den Mehreinnahmen profitieren und müssten die staatlichen Spielbanken finanziell nicht so stark belasten. Ausweg aus dem Dilemma wäre also eine Liberalisierung des Glücksspielmarktes. Die andere Lösung wäre ein scharfes Glücksspielgesetz, dass das Spiel zurück in die Spielbank verlagert. Allerdings kann das Internet heute nicht in dieser Form kontrolliert werden. Die Lösung der Liberalisierung hat da mehr Vorteile. Denn dadurch erhöhen sich die Einnahmen für den Staat, der dieses Geld wiederum der Gesellschaft zugutekommen lassen kann.