Kanonendonner auf der Festung Königstein

Dana -
Archivbild 2015 - Foto Festung Königstein gGmbH
Archivbild 2015 - Foto Festung Königstein gGmbH

Königstein/Dresden, 1. September 2016 (tpr) – Die Festung Königstein ist eine der besterhaltenen Wehranlagen Europas und ein bedeutender Lern- und Erlebnisort. Ihre historischen Kanonen sind beliebte Fotomotive. Doch die zerstörerische Kraft dieser einst gefürchteten Kriegsgeräte ist in Vergessenheit geraten. Die Veranstaltung „Kanonendonner über dem Elbtal“ des Verbandes Deutscher Schwarzpulverkanoniere bietet einmal im Jahr auf dem Königstein die Gelegenheit, Nachbauten von Geschützen aus verschiedenen Epochen in Aktion zu erleben. Das nächste Mal am Sonnabend, dem 10. September.

240 Hobbykanoniere aus ganz Deutschland zeigen alles rund um die Kanonen

Etwa 240 Hobbykanoniere aus 34 Schützenvereinen errichten auf dem Königstein ein historisches Feldlager. Sie bringen originalgetreu nachgebaute Kanonen aus europäischen und amerikanischen Fehden des 14. bis 19. Jahrhunderts mit. In vier Batterien stellen sie die Geschütze entlang des Wehrgangs zum Manöver auf. Ab zehn Uhr wird mehrmals im Tagesverlauf mit Schwarzpulver gezündet.

Zwischen den Schießübungen erklären die historisch uniformierten Kanoniere die Funktionsweise der mitunter tonnenschweren Waffen. Um 11:45 Uhr marschieren Wachmänner der „Schloßwache 1757 zu Schönburg-Glauchau“ aus Zwickau auf dem Paradeplatz ein. Trommler des Vereins „Schlossgassen-Landsknechte“ aus Neustadt an der Orla (Thüringen) begleiten sie.

Zwölf Uhr beginnt die Aufstellung der Artillerien mit anschließender Visitation des Kurfürsten August dem Starken. Bevor die Truppen wieder an die Geschütze gehen, zeigt das „1. Königlich-Sächsische Jägerbataillon“ Exerzierübungen. Ab 16:30 Uhr treten erneut die Schlosswachen und Trommler auf. Und ganztägig demonstriert das „Königlich-Sächsische Ingenieurskorps“ aus Sebnitz altertümliche Messgeräte für die Aufstellung von Batterien.

Für die Veranstaltung wird ausdrücklich ein Gehörschutz empfohlen. Vom Mitbringen von Hunden wird abgeraten. Es gilt der reguläre Festungseintritt. Die Festung ist von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Quelle: Festung Königstein gGmbH