Matthias Berger wirft Landratsamt Behinderung beim Hochwasserschutz vor

Dana -
© Marco Barnebeck / PIXELIO
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Oberbürgermeister von Grimma tief enttäuscht über das Verhalten des Landratsamtes

In der Leipziger Volkszeitung vom 01.03.2014 wurde durch die Vertreter des Landkreises dargestellt, dass die Stadt Grimma in rechtlich nicht einwandfreier Weise ohne Kenntnis des Landkreises Durchforstungsmaßnahmen im Uferbereich der Mulde durchgeführt hätte. Gleichzeitig wird seitens des Landratsamtes Anzeige gegen die Stadt, sprich den Oberbürgermeister bei der zuständigen Staatsanwaltschaft erstattet. „Ich bin tief betroffen vom Verhalten des Landkreises. Statt unserer Stadt beim Hochwasserschutz zu helfen, wird unter Behauptung angeblicher Unkenntnis die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.“ Anders als vom Landkreis behauptet waren drei Mitarbeiter des Landratsamtes bei den Durchforstungsmaßnahmen mit vor Ort. Seitens des Naturschutzbeauftragten des Staatlichen Forstamtes Leipzig, hinzugezogen durch die Stadtverwaltung, wurde der Maßnahme ausdrücklich zugestimmt. „Sich nun hinter einer angeblichen Unkenntnis zu verstecken, ist einfach heuchlerisch.“

„Der allgemeine Trend, wenn es darauf ankommt, sich vor der Entscheidung zu drücken, setzt sich im Landratsamt auf betrübliche Weise fort. Seit dem letzten Hochwasser haben wir ein dreiviertel Jahr Dank der Unentschlossenheit des Landratsamtes über den Denkmalschutz diskutiert. Vermutlich werden wir nun mehrere Monate über den Naturschutz diskutieren. Ich habe die große Angst, dass zum ersten Jahrestag des Hochwassers 2013 der Hochwasserschutz noch keinen Schritt weitergekommen ist, weil alles was wir in Grimma selbst dazu beitragen könnten, seitens des Landratsamtes zerredet wird.“

Die Maßnahme zur Durchforstung des Stadtwaldes einschließlich der Entfernung der als Wildwuchs über die letzten Jahrzehnte in die Promenade/ehemaliger Bahndamm eingewachsenen Bäume soll zur Optimierung des Abflusses des Muldenwassers und zur Vermeidung von sogenannten Verklausungen (Verstopfungen in der Muldenbrücke) beim nächsten Hochwasser beitragen. Parallel dazu soll zwischen Stadtwald und Altstadt der Flusskies durch die zuständige Flussmeisterei im größeren Umfang abgetragen werden. „Beim nächsten Hochwasser zählt jeder Zentimeter. Wir als Stadt werden weiterhin jede Möglichkeit nutzen, die Hochwassergefahr für Grimma zu minimieren.“

Quelle: Pressemitteilung Stadt Grimma