Sächsisches Elbland: Klingende Kulturlandschaft

Dana -
Klassik im Weinberg / Foto: Rainer Weisflog
Klassik im Weinberg / Foto: Rainer Weisflog

Das Sächsische Elbland zählt zu den bedeutendsten Kulturlandschaften Deutschlands. Der malerische Landstrich entlang der Elbe zwischen Dresden und Torgau ist besonders vom kulturellen Erbe kunstsinniger Regenten aus Renaissance und Barock geprägt. Heute dienen die herrschaftlichen Jagd- und Lustschlösser, Burgen und Gärten ebenso wie altehrwürdige Weingüter als Spielstätten für Solisten und Ensembles von Weltrang.

Weltliteratur der Kammermusik

Ein wahrhaft fürstlicher Anblick bietet sich von Dresden kommend auf das von Wasser umgebene Barockschloss Moritzburg. Das einstige Jagdschloss der Dresdner Hofgesellschaft beeindruckt mit aufwendig ausgeschmückten Sälen und kostbaren Interieurs. Seit 22 Jahren dient die Schlosspreziose als Spielstätte für das bedeutendste Kammermusikfestival Deutschlands: das Moritzburg Festival. Einige der besten Musiker der Zeit sowie ausgewählte Nachwuchstalente proben und spielen hier unter der künstlerischen Leitung Jan Voglers alljährlich im Sommer Weltliteratur der Kammermusik. Das nächste Mal vom 15. bis 30. August 2015.

Altehrwürdige Burgfestspiele

Wenige Kilometer westlich von Moritzburg wird eine große Tradition wiederbelebt: Die Burgfestspiele auf der ehrwürdigen Albrechtsburg in Meißen, Deutschlands ältestem Schlossbau, begeisterten über viele Jahrzehnte Kunstliebhaber vor einer beeindruckenden Kulisse. 2015 beleben die Albrechtsburg, das Hochstift Meißen, die Landesbühnen Sachsen und das Theater Meißen gemeinsam mit weiteren Kulturpartnern die 1925 begründeten Burgfestspiele nach jahrelanger Spielpause wieder. Die Zuschauer erwartet eine Mischung aus Operngala, Chor- und geistlicher Abendmusik, musikalischen Erzählungen und Schauspielen. Den Auftakt macht „Der Glöckner von Notre Dame“ am 19. Juni 2015 mit dem bekannten, sächsischen Schauspieler Tom Pauls in der Hauptrolle.

Musik in verborgenen Schlössern

Auf eine Reise zu kleineren, verborgenen Schlössern des Meißner Umlands verführt die Konzertreihe „Musik an den Höfen des Meißnischen Landadels“. Vom 3. Juli bis 13. September 2015 erklingt in neun verschiedenen Anwesen Musik von Johann Sebastian Bach, Ludwig von Beethoven, Edvard Grieg, Claude Debussy, Bedřich Smetana und vielen anderen. Aufführende sind meisterhafte Solisten und Ensembles aus Deutschland und Europa. Die sonst nicht zugänglichen Schlösser können am Tag der Konzerte besichtigt werden.

Klassik im Weinberg

Als „Orchester für die Region“ tritt die Elbland Philharmonie Sachsen mit dem Chefdirigenten Christian Voß in Erscheinung. Als Spielstätten nutzen die 84 Musiker neben Kirchen, Schlössern, Parks und Gärten, Theatern und Konzertbühnen auch einige der Weingüter des Sächsischen Elblands unter dem Titel „Klassik im Weinberg“. Einer dieser Orte ist das Weingut Vincenz Richter in Meißen. Hier spielen am 23. August 2015 das Streichquartett und das Hornduo des Klangkörpers unterhaltende Klassik von Telemann, Mozart und Gershwin. Winzer Thomas Herrlich lädt während der Konzertpause zu einem informativen Spazierung über den Weinberg ein.

Mandoline im Kirchenraum

Zu den Kulturperlen des Sächsischen Elblands zählt auch die Stadtkirche Sankt Marien in Torgau. Die spätgotische Hallenkirche erlangte durch das Grabmal der Ehefrau Martin Luthers, Katharina von Bora, überregionale Berühmtheit. Seit über drei Jahrzehnten findet hier die Torgauer Festwoche der Kirchenmusik mit hochkarätiger Besetzung statt. Zur 33. Auflage vom 27. Juni bis 5. Juli 2015 spielen unter anderem deutsche und französische Organisten, das Berliner Vogler-Quartett sowie der israelische Mandolinenvirtuose Avi Avital, der weltweit für sein feinfühliges Spiel geschätzt wird.

Informationen über die musikalischen Seiten des Sächsischen Elblands inklusive Veranstaltungskalender liefert die Website des Tourismusverbandes Sächsisches Elbland unter www.elbland.de

Quelle: Tourismusverband Sächsisches Elbland e.V.