Starke Frauen eröffnen »eine STARKE FRAUENgeschichte – 500 Jahre Reformation«

Dana -
Eröffnung der Sonderausstellung auf Schloss RochlitzSchlösserland Sachsen
Eröffnung der Sonderausstellung auf Schloss Rochlitz
Schlösserland Sachsen

Am Donnerstag, 1.Mai 2014 eröffnete die Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten gemeinnützige GmbH (SBG) die Sonderausstellung »eine STARKE FRAUENsache – 500 Jahre Reformation« auf Schloss Rochlitz. Zu gast bei der Eröffnung war unter anderem die Botschafterin der Lutherdekade 2017 der Evangelischen Landeskirche Deutschlands (EKD), Professorin Dr. Dr. h.c. Margot Käßmann und die sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, Frau Christine Clauß. An der Eröffnungsfeier in der benachbarten Petrikirche Rochlitz nahmen etwa 500 Gäste teil.

Sonderausstellung mit über 300 nationalen und internationalen Exponaten

Beim Ausstellungsrundgang mit den Kuratoren, Frau Dr. Simona Schellenberger und Herrn Dr. Dirk Welich sowie dem Geschäftsführer von SBG, Herrn Dr. Christian Striefler sahen die Gäste mehr als 300 faszinierende Exponate von nationalen und internationalen Leihgebern. Die Ausstellung zeigt, dass die bisherige Wahrnehmung der Geschichte der Reformation unvollständig ist und bedeutende Fehlstellen aufweist. Die Rolle der Frauen in der Zeit der Reformation wurde bisher vernachlässigt.

Frauen in der Reformationszeit handelten aus Überzeugung

Am Beispiel einiger herausragender Frauenpersönlichkeiten des 16. Jahrhunderts, unter ihnen Elisabeth von Rochlitz, Argula von Grumbach oder Felicitas von Selmnitz berichtet die Ausstellung nicht nur über herausragende Leistungen und politisches bzw. gesellschaftliches Wirken, sondern zeigt die Lebenswelt von Frauen im 16. Jahrhundert und deren Wandlung im Laufe der Zeit. So wird deutlich unter welchen Umständen die STARKEN FRAUEN der Reformation ihre bemerkenswerten Leistungen vollbrachten und der Besucher mag erkennen, dass diese Persönlichkeiten aus Überzeugung handelten.

»eine STARKE FRAUENsache – 500 Jahre Reformation« geht noch einen Schritt weiter. Mit herausragenden zeitgenössischen Exponaten zieht sie auch Parallelen zur Gegenwart. Neben Gemälden und Grafiken von Cranach, Dürer oder Pencs stehen und hängen Fotografien von Rabea Eipperle, ein Wandteppich von Margret Eicher oder auch ein Spielzeug-Einfamilienhaus, das Lebenswelten aus der Gegenwart illustriert. Die Ausstellung stellt so die Frage, was es heute bedeutet, aus Überzeugung zu handeln.

Dr. Christian Striefler zur Ausstellungseröffnung: „Beim Rundgang durch diese Sonderausstellung, aber auch sonst auf Schloss Rochlitz können wir Geschichte neu entdecken. Die Geschichte der starken Frauen der Reformationszeit gehört zu dem Teil der Geschichte, der uns bisher beinahe unbekannt war. Rochlitz ist ein authentischer Schauplatz sächsischer, aber auch europäischer Geschichte und durch Elisabeth von Rochlitz fest mit den starken Frauen der Reformation verbunden. Das ist der Kern unseres Anliegens: die Geschichte der sächsischen Schlösser, Burgen und Gärten, Parks und Klöster sichtbar zu machen und auf unterhaltsame, aber vor allem informative Weise zu vermitteln.“

Quelle: Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH