TITANIC löst GREAT BARRIER REEF im Januar ab

Dana -
Visualisierung TITANIC © asisi
Visualisierung TITANIC © asisi

Yadegar Asisis monumentales 360°-Panorama »GREAT BARRIER REEF - Wunderwelt Korallenriff« im Panometer Leipzig hat seit Beginn seiner Laufzeit im Oktober 2015 über 400.000 Besucher begeistert und reiht sich damit in die erfolgreichsten Panoramen des Künstlers in Leipzig ein. Das faszinierende Panorama, das das farbenprächtige australische Korallenriff zeigt, wurde mit dem renommierten Iconic Award, Red Dot Award und German Design Award ausgezeichnet. Bis zum 15. Januar 2017 ist es noch im Panometer Leipzig zu sehen. Am Donnerstag, den 15. Dezember 2016 können Interessierte die bald auslaufende Ausstellung durch verlängerte Öffnungszeiten einmalig auch bis 19 Uhr besuchen.

Premiere des Panoramas TITANIC

Das baldige Ende von GREAT BARRIER REEF weist zugleich auf das neue Werk von Yadegar Asisi im Panometer Leipzig: Das 360°-Panorama „TITANIC - Die Versprechen der Moderne“ stellt ab 28. Januar 2017 nicht den dramatischen Untergang im Jahr 1912 in den Vordergrund. Vielmehr thematisiert Yadegar Asisi mit dem neuen Panoramakunstwerk den gesunkenen Luxusdampfer und damit ein Beispiel für menschlichen Fortschrittsglauben und die oft damit einhergehende Überheblichkeit gegenüber den Gewalten der Natur. Die technischen Errungenschaften der Moderne am Beispiel der Titanic im Wettlauf mit den Kräften der Natur symbolisieren den Hochmut des Menschen.

Auf ihrer Jungfernfahrt kollidierte die Titanic am 14. April 1912 nachts südöstlich von Neufundland seitlich mit einem Eisberg und sank über zweieinhalb Stunden später im Nordatlantik. Obwohl für die Evakuierung mehr als zwei Stunden Zeit zur Verfügung standen, starben etwa 1.500 der über 2.200 an Bord befindlichen Personen. Vor allem die nicht ausreichende Zahl an Rettungsbooten und die unerfahrene Besatzung werden für die Katastrophe verantwortlich gemacht.

Panorama thematisiert das Schiffswrack

Der Standpunkt des Betrachters befindet sich etwa 3.800 Meter unter Wasser in Höhe des Schiffswracks. Ein künstliches Lichtszenario ermöglicht es, das tragische Ausmaß des Unglücks in einem Riesenrundbild zu entdecken. Zu erkennen sind das in zwei Teile auseinandergebrochene Wrack sowie ringsherum eine unüberschaubare Menge an Mobiliar, Einrichtungsgegenständen, technischem Equipment und Gepäckstücken.

Mit dem Panorama und der begleitenden Ausstellung will Asisi eine Faszination für die grandiose Ingenieursleistung des Luxusliners verschaffen und zugleich die menschenalte Frage nach der Beherrschung der Natur ansprechen. Zugleich verweist Asisi mit der Darstellung des zerborstenen Wracks in der Tiefe des Atlantiks auf die Endlichkeit menschlichen Seins und Handelns. Tausende Tonnen von Stahl korrodieren und die ehemals prunkvolle Einrichtung und der Hightech des etwa 40.000 Tonnen schweren Schiffes sind ein einziges Trümmerfeld, das nach und nach von der Natur zurückerobert wird.

Eine begleitende Ausstellung führt in die Thematik ein. Anhand der industriellen Produktion und Nutzung des neuen Werkstoffs Stahl für Verkehrsmittel, Häuser, Brücken oder andere Infrastruktureinrichtungen in der Hochphase der Industrialisierung um 1900 wird die tiefgreifende Veränderung der bis 1800 ländlich geprägten Gesellschaft deutlich. Einen Dämpfer erhielt die Hochstimmung durch das Sinken eines „unsinkbaren Hightech-Dampfers“ im Jahr 1912, über das die Massenmedien in der ganzen Welt berichteten. 

Quelle: Kiss & Tell Communication