Viel zu sagen ohne Worte beim 33. Pantomimentreffen in Dresden

Dana -
Ralf Herzog und Jan RombergFoto: Sabine Mutschke
Ralf Herzog und Jan Romberg
Foto: Sabine Mutschke

Vom 5. bis 8. November 2015 laden Ralf Herzog und der Mimenstudio Dresden e.V. zum 33. Internationalen Pantomimentreffen in Dresden ein. Hier kann man in fünf Vorstellungen die faszinierende Vielfalt an Spielarten der „Kunst ohne Worte“ erleben. Dazu gehören eine Kindervorstellung und der beliebte Improvisationsabend am Sonntag als krönenden Abschluss.

„Den Begriff „Treffen“ statt „Festival“ haben wir dieses Jahr ganz bewusst gewählt und meinen ihn im doppelten Sinne“, so der Leiter des Festivals Ralf Herzog. „Die Workshops und Veranstaltungen haben den Charakter eines Familientreffens, immer wieder schwärmen unsere Gäste von der familiären Atmosphäre bei uns in der Mimenbühne. Gleichzeitig ist unsere Mimenbühne ein ständiger Treffpunkt - und zwar der verschiedensten Spielarten der „Kunst ohne Worte“ - vom Maskentheater über Commedia dell`arte bis zum Improtheater. Diesen Genremix und unsere internationale Vernetzung wollen wir unterstreichen.“

33. und 34. Festivalausgabe unter dem renommierten EFFE Label

Das Pantomimefestival Dresden wurde 1982 von Ralf Herzog gegründet und entwickelte sich schnell von einem Treffen der lokalen Szene zu einer international wahrgenommenen Veranstaltung, auf der sich auch Stars wie Marcel Marceau die Ehre gaben. Das Festival hat sich in den letzten Jahren den Ruf erarbeitet, dass es starke künstlerische Impulse in die Szene sendet und sich verstärkt der Nachwuchsförderung widmet. Die Mimen sind international bestens vernetzt und pflegen regelmäßige Kontakte zu Partnern in Teheran, St. Petersburg, Berlin, Poznan oder Rom. Aufgrund dieser Internationalität zeichnete die Europäische Festival-Plattform „EFFE - Europa für Festivals, Festivals für Europa“ - eine Initiative der Europäischen Festival Gesellschaft - die traditionelle Dresdner Veranstaltung als eins der besten Festivals in Europa aus. Damit spielen die Dresdner Mimen und ihre Gäste in der Oberliga der Europäischen Festivals und dürfen sich bei der 33. und 34. Festivalausgabe mit dem renommierten EFFE Label schmücken.

“Kunst ohne Worte” in fünf Veranstaltungen erleben

Der Eröffnungsabend am Donnerstag ist bereits ausverkauft. Hier kann man alle Teilnehmer des Pantomimetreffens kennenlernen: Wolfgang Fendt, Eric Wilcox aus den USA, Ewelina Ciszewska aus Wroclaw, das Ensemble der Akademie für Darstellende Künste Poznan und das Ensemble der Mimenbühne Dresden um den Gastgeber Ralf Herzog.

Die Dresdner Mimenbühne zeigt am Freitag die „Zauberflöte“, humorvoll inszeniert als Oper ohne Worte, die nicht nur dem jüngeren Publikum den Zugang zu diesem Klassiker erleichtert. Befreit vom Gesang können sich die Darsteller voll ihrer Mimik und Gestik widmen. Ein skurriler Sprecher - Jürgen Stegmann - kommentiert das Geschehen auf der Bühne und bringt die Dinge fast komödiantisch auf den Punkt. Die Aufführung ist Teil der diesjährigen Schülerkonzerte.

Die Gäste von der Akademie für Darstellende Künste aus Poznan zetteln am Samstagabend die „Revolution der Teufel“ an und betrachten den Fall, dass sich die Heerschar der Teufel gegen ihren grausamen Höllenfürsten verbünden. Dieses Stück ist eine Premiere. Es entstand in Zusammenarbeit mit der Dresdner Mimenbühne und wurde eigens für das Pantomimetreffen entwickelt.

Nicht nur für Kinder erzählt das Pantomimeduo „MMR“ am Sonntagvormittag die Geschichte des Jungen Pronk. Er hat viel Fantasie und eine Puppe mit magischen Kräften, mit denen er andere Leute beeinflussen kann. Das gelingt ihm oft zu seinem Vorteil, aber er muss auch erfahren, wie schmerzhaft es ist, von anderen gesteuert zu werden. Dafür sorgt sein erwachsener Gegenspieler, mit dem er sich immer wieder messen wird.

Höhepunkt am Sonntag ist die traditionelle Improvisationsshow zum Abschluss des Pantomimetreffens. Hier stehen Gastgeber und Gastkünstler gemeinsam auf der Bühne. Das Publikum bestimmt das Thema, das die Künstler in spontanen Szenen umsetzen sollen.

Wichtige Anliegen des jährlichen Pantomimetreffens sind der fachliche Austausch der Mimen und neue Impulse für die weitere Entwicklung des vielseitigen Genres. Daher sind zwei Workshops zum Thema „Schauspieltechniken für Pantomimen“ und „Improvisation“ wichtige Bestandteile der Veranstaltung.

Informationen und Tickets unter Tel. 0351/ 32 37 15 28 und www.pantomimefestival-dresden.de

Quelle: Sabine Mutschke PR- und Marketingberatung