Aufbewahrungsfristen für Unterlagen im Verbraucheralltag

15.03.2013 Verbraucherzentrale Sachsen e.V.
JMG / pixelio.de
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Verbraucherzentrale Sachsen gibt Tipps

Verträge, Rechnungen, Quittungen, Kontoauszüge – welche Aufbewahrungsfristen gibt es und was bedeutet Verjährung, das fragen sich viele Verbraucher, wenn die Papierstapel im hauseigenen Büro zu hoch werden. Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt drei Jahre und beginnt zum Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist. Verjährung bedeutet, dass ein bestehender Rechtsanspruch nicht mehr durchgesetzt werden kann.

Zwar gibt es kein Gesetz, das Aufbewahrungsfristen für Kontoauszüge festlegt, aber Kontoauszüge sollten wegen der Verjährungsfrist am besten vier Jahre an geeigneter Stelle deponiert werden. Für Quittungen bei Barzahlungen wird ebenfalls empfohlen, diese am besten vier Jahre zu archivieren.

Beim Kauf von Neuwaren, wie Möbel, Schuhe, Kleidungsstücke, Kameras oder Fernsehgeräte, so genannte Verbrauchsgüter, beträgt die Gewährleistungsfrist 2 Jahre ab Übergabe. Im Falle eines Mangels benötigt man zur Reklamation einen geeigneten Nachweis darüber, wann und wo die Sache gekauft wurde, am besten einen Kassenbon. Deshalb sind in diesem Fall die Belege mindestens 2 Jahre aufzubewahren. Oftmals sind die Kaufbelege auf Thermopapier gedruckt, das in der Regel sehr schnell verblasst. „Deshalb besser eine haltbare Kopie dieser Belege anfertigen“, rät Marion Schmidt von der Verbraucherzentrale Sachsen. Auch beim Kauf im Internet sollten online geschickte Rechnungen gut gespeichert oder am besten ausgedruckt werden.

Auch bei Handwerkerrechnungen gilt die allgemeine Verjährungsfrist. Diese sind also mindestens 3 Jahre aufzuheben. Für Eigentümer gilt, dass alle Handwerkerrechnungen, die Leistungen beinhalten, die mit dem Bauwerk verbunden sind, 5 Jahre sicherzustellen sind.

Versicherungspolicen von Versicherungen, die noch laufen, ohnehin abzuheften. Jede Beitragsabrechnung muss aber nicht aufgehoben werden. Wichtig ist, den Versicherungsschein, die Versicherungsbedingungen und ggf. erfolgte Nachträge aufzubewahren.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen e.V.