LTE-Verfügbarkeit in Sachsen: So steht es um den Ausbau des mobilen Internets

Dana - Montag, 20. November 2017 - 14:50 Uhr
Peter Kirchhoff / pixelio.de
Peter Kirchhoff / pixelio.de

Nicht jeder Deutsche kann per High-Speed- DSL oder Glasfaser ins Netz. Besonders ländliche Regionen blieben beim Breitbandausbau lange außen vor. Deshalb gibt es bis heute zahlreiche “weiße Flecken“ auf der Karte. Die Einführung des Mobilfunkstandard LTE (auch 4G) hat das geändert. Der 3G-Nachfolger bringt blitzschnelles Internet mit Download-Speeds von 100 Mbit pro Sekunde in viele Regionen Deutschlands - unter anderem nach Sachsen. Welche Vorteile LTE bietet, wie es sich nutzen lässt und wie es um die Verfügbarkeit in den sächsischen Landesteilen bestellt ist, klärt dieser Ratgeber.

LTE Verfügbarkeit in Sachsen - der aktuelle Stand

Der LTE-Ausbau in Sachsen genießt bei den Netzbetreibern hohe Priorität. Seit Jahren nehmen O2, Telekom und Vodafone verstärkt Sendemasten zwischen Nordsachsen, dem Vogtlandkreis und Görlitz in Betrieb. In den Ballungszentren Chemnitz, Dresden, Leipzig und Zwickau ist die Versorgung bereits zu 100 % gewährleistet. Der Rest des Bundeslands genießt derzeit eine mindestens 95%ige Netzabdeckung - mit steigender Tendenz. Dem zügigen Ausbau ist es zu verdanken, dass Sachsen im bundesdeutschen Vergleich zu den Spitzenreitern bei der LTE-Verfügbarkeit zählt.

LTE - eine Alternative zu DSL?

In Regionen, in denen DSL nicht oder nur in geringer Geschwindigkeit verfügbar ist, kann LTE eine Alternative sein. Besonders, wenn der Ausbau in absehbarer Zeit nicht voranschreitet. Denn das trifft auf mehrere Gebiete Sachsens wie Mittelsachsen und die Sächsische Schweiz zu. Hier sind DSL-Geschwindigkeiten von über 50 Mbit/s die Ausnahme.

Durch die hohe Geschwindigkeit und die weite Verbreitung eignet sich das mobile Internet nicht nur, um ruckelfrei Videos auf dem Smartphone anzusehen. Auch PC, Laptop oder Smart-TV lassen sich mit entsprechender Hardware mit dem LTE-Netz verbinden. Um 4G zu Hause zu nutzen, ist ein geeignetes Modem, ein Surfstick oder alternativ ein kompatibler Router notwendig. Anbieter wie die Telekom bieten sogenannte Hybridgeräte an. Diese unterstützen sowohl den Mobilfunkstandard als auch DSL bzw. VDSL. Durch Bündelung von DSL und LTE sind damit theoretisch mehrere Hundert Mbit im Downstream möglich.

Netzbetreiber in Sachsen - welche gibt es?

In dem Bundesland mit rund 4 Millionen Einwohnern gibt es derzeit drei große LTE-Netzbetreiber. Neben der Telekom, deren Netzabdeckung nahezu 100 % erreicht, sind das O2 und Vodafone. Für den Zugang zum jeweiligen Netz benötigen Nutzer einen Vertrag oder eine Prepaid-Lösung. Vor dem Eingehen einer langfristigen finanziellen Verpflichtung sollte jedoch ein Check der LTE-Verfügbarkeit stehen. Denn trotz hoher Netzabdeckung in Sachsen kann es sein, dass in einzelnen Regionen noch keine zufriedenstellende Versorgung gegeben ist.

LTE-Verfügbarkeit in Sachsen online prüfen

Ein kurzer Online-Check findet schnell heraus, ob ein Ort in Sachsen bereits mit LTE versorgt ist. Telekom, O2 und Vodafone bieten dazu die Möglichkeit, die Postleitzahl, den Wohnort und gegebenenfalls die Straße in eine Suchmaske einzugeben. Eine Karte zeigt an, wie es um die Verfügbarkeit des schnellen mobilen Internets in der jeweiligen Region steht. Generell ist die Chance auf einwandfreien Empfang und hohe Geschwindigkeiten in Städten höher, da hier die meisten Sendemasten stehen. Doch auch im ländlichen Bereich von Sachsen sieht die Versorgung oft gut aus.

Nach dem Check: LTE-Tarife vergleichen

Ist LTE am Wohnort verfügbar, lohnt es sich, die Tarifangebote mehrerer Anbieter zu vergleichen. Denn hinsichtlich Volumenbegrenzungen, Vertragsdauer und Preisgestaltung gibt es große Unterschiede zwischen den Netzbetreibern. Eine komfortable Möglichkeit, die LTE-Verfügbarkeit in Sachsen zu überprüfen und einzelne Tarife zu vergleichen, bietet zum Beispiel das Verbraucherportal Toptarif.de.