Millionen betroffen: was sind die Ursachen für Schlafstörungen, wie lassen sich diese beheben?

Dana - Mittwoch, 14. Februar 2018 - 09:56 Uhr
Rainer Sturm / pixelio.de
Rainer Sturm / pixelio.de

Schlaf- und Wachphasen folgen einem natürlichen Rhythmus - und dieser sollte nach Möglichkeit nicht gestört werden - darauf reagiert unser Körper sehr sensibel. Viele Vorgänge, die im Organismus im Verborgenen ablaufen, sind an den Wechsel von Tag und Nacht gekoppelt. Doch nicht immer funktioniert dieser Wechsel reibungslos: Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung leidet unter Schlafstörungen. Wo liegen die Ursachen für die Störungen im Schlafrhythmus und was lässt sich dagegen tun?

Einschlafstörungen: Länger als 30 Minuten wach

Zunächst sollte einmal die Frage geklärt werden, wann von Schlafstörungen gesprochen wird. Typisch ist dabei ein problematisches Einschlafen. Wer länger als eine halbe Stunde wach liegt bevor er den Weg in das Reich der Träume findet, der ist von einer Einschlafstörung betroffen. Besondere Lebenssituationen und -gewohnheiten können Schlafstörungen begünstigen. Wer z.B. eine zu umfangreiche Abendmahlzeit genossen hat, kann ebenso schlecht einschlafen wie jemand, der am späten Nachmittag noch Kaffee oder Cola getrunken hat. Selbst wenn es zu einer Toleranzentwicklung hinsichtlich des enthaltenen Koffeins kommt, sind negative Auswirkungen auf den Schlaf durchaus nicht selten. Auch Nikotin zeigt sich problematisch, Bewegungsmangel und ein generell unregelmäßiger Schlafrhythmus sind ebenso problematisch. Zu viel Stress befördert schlechtes Ein- und Durchschlafen ebenso wie die falsche Raumtemperatur oder Matratzen, die nicht körpergerecht sind.

Wie Betroffene im Alltag unter Schlafmangel leiden

Die Auswirkungen der Schlafstörungen sind umfangreich: Im Alltag fühlen sich die Betroffenen häufig müde und abgeschlagen, die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit geht zurück. Auf Dauer leidet nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Gesundheit. Die Entstehung von Depressionen wird mit dem zu geringen Schlaf in Verbindung gebracht.

Es gibt mittlerweile fundiertes Fachwissen darüber, wie wichtig ausreichend Schlaf ist - in der Praxis wird durch eine zunehmende Flexibilisierung auf dem Arbeitsmarkt jedoch eher dafür gesorgt, dass der Schlafmangel noch steigt. Auch viele Krankheiten werden letztlich falsch behandelt, weil die eigentliche Ursache - ein chronischer Schlafmangel - nicht erkannt wird.

Schlafmangel beheben - im Zweifel Arzt aufsuchen

Wie lässt sich ein solcher Schlafmangel beheben? Sofern die Ursachen noch ungeklärt sind, können entsprechende Medikamente das Einschlafen durchaus erleichtern, damit die Betroffenen überhaupt wieder genug Schlaf finden. Darüber hinaus sollten mögliche Risikofaktoren natürlich minimiert werden: regelmäßiger Koffein-Konsum ist insbesondere nachmittags und abends problematisch, idealerweise sorgen bestimmte Abendroutinen und eine leicht verdauliche Mahlzeit dafür, dass rechtzeitig Schlaf gefunden wird. Ein Glas Milch kann wie eine Wohltat wirken und das Einschlafen begünstigen. Wer damit nicht zum Erfolg kommt, sollte natürlich einen Arzt aufsuchen - unbehandelt bleiben sollte die Schlafstörung keinesfalls.