Trade Republic und andere Neobroker

Dana - Dienstag, 13. April 2021 - 19:25 Uhr
Bild von MayoFi auf Pixabay
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Die Aktienkurse befinden sich auf einem Allzeithoch und immer wieder machen Wetten auf Aktien wie GameStop Schlagzeilen. Noch nie zuvor war es für Anfänger so einfach, sich an der Börse zu beteiligen.

Wetten und Absprachen machen die Neobroker im Jahr 2021 bekannt wie nie

Unter den Interessierten sind sie schon längst zum beliebten Standard geworden. Doch auch für die breite Masse, die sich sonst weniger mit Wertpapieren beschäftigt, sind Neobroker wie Trade Republic vor einigen Wochen stark sichtbar geworden. Grund waren einige Schlagzeilen über Wetten auf die GameStop Aktie. Sogenannte Kleinanleger hatten sich über einen Social-Media-Kanal dazu verabredet, großen Hedgefonds das Geschäft zu vermiesen, indem sie massiv die Aktie des Videospiel-Händlers aufkauften. Die Hedgefonds hatten zuvor auf einen fallenden Kurs des Wertpapiers gesetzt. An der Börse bestimmen Angebot und Nachfrage den Wert einer Aktie. Durch den massiven Ankauf der Kleinanleger stieg der Kurs dermaßen, dass die Verluste der Hedgefonds zum Teil existenzbedrohlich wurden. Einige mussten sogar durch massive Finanzspritzen vor der Insolvenz gerettet werden.

Die beteiligten Broker haben als Reaktion den Handel mit betroffenen Wertpapieren kurzzeitig ausgesetzt - um die Anleger zu schützen, so die Darstellung der Depot-Anbieter. Diese Ereignisse sehen viele Beteiligte am Wertpapiermarkt als ein Ärgernis und Untersuchungen der Aufsichtsbehörden laufen bereits. Für andere wiederum ist es eine gute Gelegenheit, um zu zeigen, dass der Wertpapiermarkt für alle Interessierten schon ab kleinen Geldbeträgen zugänglich ist.

Wer sein Ziel kennt, findet den richtigen Neobroker

Das große Potential der Massenkundschaft haben Anbieter von Aktiendepots längst erkannt und so erscheinen immer mehr Depots auf dem Markt. Dabei setzen diese auf unterschiedliche Verkaufsargumente, um so viele Kunden wie möglich an den Handel mit Wertpapieren heranzuführen. Wer hier als Anfänger einsteigen möchte, braucht ein wenig Zeit, um sich eine Übersicht zu verschaffen. Das ist relativ schnell und einfach erledigt, wenn Sie sich Ihr Anlageziel zunächst bewusst machen.
Ausgehend vom Anlageziel können Sie die unterschiedlichen Kriterien der Depots besser bewerten und finden so das passende Produkt zu Ihrer Strategie. Wenn Sie aktiv traden möchten, lohnt sich die Ausschau nach einem Neobroker mit einer monatlichen Trading-Flatrate. Hier können Sie unbegrenzt Ihre Positionen an- und verkaufen, ohne dass die Kosten auf die Rendite drücken. Wenn Sie jedoch der passive und langfristige Anlegertyp sind, dann macht es wahrscheinlich mehr Sinn, einen Neobroker mit vielen kostenlos besparbaren ETFs (Exchange Traded Funds) auszuwählen. Suchen Sie sich Ihre bevorzugten ETFs aus, bevor Sie sich für ein Depot entscheiden. Denn nicht alle Anbieter haben alle ETFs für einen kostenlosen Sparplan im Sortiment.

Die moderne Art zu handeln

Die sogenannten Neobroker treffen mit sehr günstigen bis kostenlosen Wertpapieren den Nerv der Zeit. Im folgenden Text werden Sie erfahren, worauf es bei der Wahl des richtigen Depots ankommen kann. Auch die Art, wie Sie den Neobroker nutzen möchten, sollte bei der Auswahl berücksichtigt werden. Einige der Neobroker haben sowohl eine Desktopversion als auch eine App. Andere sind nur als mobile App auf dem Smartphone verfügbar. Ist Ihnen eine intuitive Benutzeroberfläche wichtig, scheiden einige Neobroker mit einer etwas altertümlich anmutenden Oberfläche im Stil der 2000er Jahre aus. Andere sind wiederum sehr schlank und intuitiv aufgebaut, sodass Sie sich hier sehr schnell zurecht finden werden. Trade Republic zum Beispiel können Sie ausschließlich auf Ihrem Smartphone nutzen. Dieser Neobroker ist wahrscheinlich einer der bekanntesten auf dem Markt und schenkte der App und dem Angebot an Wertpapieren im Jahr 2021 ein großes Update. Seit diesem Update können Nutzer direkt in der App sehen, an welchen Branchen und Unternehmen sie über bestimmte ETFs beteiligt sind. Zudem wurden mehr Aktien und kostenlos besparbare ETFs ins Portfolio übernommen. Depotgebühren gibt es hier wie bei vielen Neobrokern ebenfalls nicht. Erfahrungen mit Trade Republic werden Sie sehr viele finden, denn dieser Neobroker war einer von denjenigen, die als Reaktion auf die GameStop-Wetten kurzzeitig den Handel mit der Aktie aussetzten. Doch auch die traditionellen Broker sehen sich angesichts der Beliebtheit der Neobroker gezwungen, Ihr Angebot anzupassen. Und so können sich Depotinhaber bei Consors und Flatex darüber freuen, dass auch dort kostenlose Sparpläne auf ETFs verfügbar gemacht wurden.