Sommerausstellung „Wer fleißig ist, der darf spielen!“ – Spiel und Spielen als Kinderfreude der Goethezeit

09.06.2018 bis 30.09.2018 - Museum Göschenhaus in Grimma
© Göschenhaus / Archiv Göschenhaus
© Göschenhaus / Archiv Göschenhaus

Die Zeitreise in die Goethezeit - und damit auch in die Göschenzeit – möchte zeigen, wie Kinder einst ihre freie Zeit verbrachten. Dabei ist der Begriff „Kinderfreude“ durchaus richtungweisend, findet man ihn doch immer wieder in Buchtiteln wieder. Zugleich entdeckt man beim Gang durch die Ausstellung auch Bekanntes, Spiele, die von Kindern rund um den Globus ausgeübt werden. Doch auch Unbekanntes ist zu entdecken, etwa voll funktionierende Armbrüste, die heute kaum noch Eltern ihren Kindern so in die Hände geben würden...

Im endenden 18. und beginnenden 19. Jahrhundert war es noch nicht üblich, dass Kinder eigenes Spielzeug besaßen. Man spielte oftmals mehr mit Dingen, die vor Ort vorhanden waren. Erst nach und nach entstanden „echte“ Spielzeuge für die Kleinen, meist aber noch in Handarbeit hergestellt. Holz war DAS Material dieser handwerklichen Arbeiten. Andere Materialien wurde nur für Spielzeug des gehobenen Bürgertums und des Adels genutzt - in der Ausstellung werden solche Beispiele gezeigt, etwa ein aufwendig gearbeitetes mechanisches Puppentheater. Erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts gibt es dann industriell gefertigtes Spielzeug, das den Siegeszug in die Kinderzimmer bis heute antritt. Neben Spielzeug zeigt die Ausstellung im Göschenhaus aber auch das gemeinsame Spielen jener Zeit. Dabei zeigt sich hier zweierlei: Einmal spielten Kinder noch bedeutend mehr im Freien und verbrachten so gemeinsame Zeit miteinander – sehr viel mehr als im digitalen Zeitalter! Zum anderen sollte das Spielen auch auf das spätere Leben vorbereiten, kein Wunder also, dass das Spielen der Zeit um 1800 auch typische Geschlechterklischees bedient. Die Ausstellung ist für die ganze Familie konzipiert.

Vom 9. Juni bis zum 30. September besteht die Möglichkeit, während der Öffnungszeiten des Museums und nach Vereinbarung die Ausstellung zu besuchen.

Hinweis zur Barrierefreiheit:
Die Ausstellung rund ums Spielen wird  im 1. Obergeschoss gezeigt, welches durch eine kurze Wendeltreppe zu erreichen ist. Ein Aufzug ist nicht vorhanden.

www.goeschenhaus.de


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