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Darum hat das Sparkonto noch nicht ausgedient

Bild von Andreas Breitling auf Pixabay

Wer sich auf der Suche nach einer vergleichsweise sicheren Möglichkeit befindet, um Geld zu sparen, stößt oft unweigerlich auf das Sparkonto. Dieses hat auch etliche Jahre nach seiner Erfindung noch nicht ausgedient. Genaugenommen handelt es sich hierbei um ein Konto, das bei einer Bank geführt wird und das die Möglichkeit bietet, sein Geld auf der Basis von Sparzinsen „zu vermehren“. Aufgrund der Tatsache, dass hier im Vergleich zu anderen Kontomodellen Zinsen gewährt werden, handelt es sich bei einem Sparkonto um eine sogenannte Zinsanlage.

Sicherlich auch aufgrund der großen Nachfrage hat sich der Markt rund um Sparkonten im Laufe der Zeit deutlich vergrößert. Wer sich heute auf der Suche nach einem Sparkonto befindet, wird mit vielen verschiedenen Optionen konfrontiert. So haben Interessierte beispielsweise die Möglichkeit, sich zwischen klassischen Sparbüchern, aber auch Bausparverträgen, sowie Tages- und Festgeldkonten zu entscheiden. Je besser das jeweilige Konto und der persönliche Anspruch zusammenpassen, desto effektiver ist es, auf dem betreffenden Sparkonto einzuzahlen.

Aber wie unterscheiden sich die verschiedenen Sparkonten eigentlich voneinander und welche Vorteile bieten sie? Die folgenden Abschnitte setzen sich unter anderem mit Begriffen, wie zum Beispiel „Einlagensicherung“ und „Zinsentwicklung“ auseinander und zeigen auf, was das Besondere an den jeweiligen Lösungen ist.

Tipp Nr. 1: Anbieter miteinander vergleichen

Wer ein Sparkonto eröffnen möchte, sollte sich unbedingt ein wenig Zeit nehmen, die verschiedenen Anbieter miteinander zu vergleichen. Vor allem mit Hinblick auf die Höhe der Zinsen, aber auch im Zusammenhang mit anderen Konditionen, ergeben sich hier teilweise deutliche Unterschiede.

Manche locken auch während der ersten Monate mit besonders hohen Zinsen, einem Guthaben, das jederzeit verfügbar ist, und einem zusätzlichen Schutz durch Einlagensicherungsfonds. (Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass in Deutschland alle Sparkonten der gesetzlichen Einlagensicherung unterliegen. Hierbei handelt es sich um Maßnahmen, die dem Schutz der Einlagen im Falle einer Insolvenz der jeweiligen Bank dienen sollen. Gesetzlich sind hier pro Institut und Kunde 100.000 Euro vorgeschrieben. Alles, was darüber hinausgeht, ist eine freiwillige Leistung.)

Tipp Nr. 2: Den eigenen Bedarf unter die Lupe nehmen

Die Gründe, die dafür sprechen, ein Sparkonto zu eröffnen, können aus den unterschiedlichsten Bereichen kommen. Manchen Menschen ist es wichtig, für das Alter vorzusorgen, andere möchten sich ein Vermögen aufbauen, um dieses irgendwann, zum Beispiel in eine Wärmepumpe inklusive Versicherung, investieren zu können. Wieder andere haben es sich zur Aufgabe gemacht, für ihre Kinder zu sparen.

Jedoch auch dann, wenn Interessenten noch kein bestimmtes Ziel vor Augen haben, kann es sinnvoll sein, sich mit Hinblick auf Sparkonten zu informieren. Immerhin handelt es sich hierbei um eine vergleichsweise sichere Form der Anlage.

Tipp Nr. 3: Trotz aktueller Zinsentwicklung nicht entmutigen lassen!

Wie hoch die Zinsen sind, die Sparern auf ihr Sparguthaben gewährt werden, ist unter anderem von den Leitzinsen der Europäischen Zentralbank abhängig. Dennoch gilt es, auch in Zeiten einer steigenden Inflation nicht allzu pessimistisch zu sein. Immerhin ist es die Aufgabe der EZB, die Leitzinsen an besagte Inflation anzupassen. Hier heißt es, auch, wenn es schwerfällt, optimistisch in die Zukunft zu blicken und darauf zu hoffen, dass sich die Situation in den kommenden Monaten und Jahren wieder sparerfreundlicher gestalten wird.

So unterscheiden sich die verschiedenen Sparkonten voneinander

Wer eine Sparoption finden möchte, die am besten zum eigenen Anspruch passt, sollte sich mit den folgenden Details auseinandersetzen.

  • Diejenigen, die sich für das Girokonto als Sparoption entscheiden, müssen sich meist mit einer vergleichsweise geringen Verzinsung begnügen. Diese Variante ist eher für den täglichen Zahlungsverkehr geeignet. Wer noch mehr Flexibilität möchte, sollte sich mit Hinblick auf einen Dispokredit erkundigen.

  • Auch die Zinsen, die auf das Guthaben von Sparbüchern gewährt werden, sind vergleichsweise niedrig. Praktischerweise lassen sich die meisten Sparbücher heutzutage jedoch bequem online führen.

  • Tagesgeldkonten sind (wie die Bezeichnung schon verrät) täglich verfügbar und bieten die Möglichkeit, Auszahlungen auf das angegebene Referenzkonto durchzuführen. Hier sind die Aussichten auf höhere Zinsen schon etwas besser.

  • Vor allem im Zusammenhang mit Festgeldkonten können Interessenten von hohen Zinsen profitieren. Wichtig ist es jedoch, zu beachten, dass es hier nicht möglich ist, während der festen Laufzeit über das Geld zu verfügen. Als Faustregel gilt: Je länger das Geld angelegt wird, desto höher sind in der Regel auch die Zinsen.

  • Auch Bausparverträge gehören heutzutage zu den Sparkonten. Hier haben die Anleger die Möglichkeit, eine entsprechende Summe anzusparen und sich damit gleichzeitig dauerhaft niedrige Darlehenszinsen für den Restbetrag zu sichern. Somit ist es häufig möglich, sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen und dieses wichtige Projekt fundiert zu planen.