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Vortrag »KEIN SCHÖN[R]ER TOD…« Soldatensterben in den Napoleonischen Kriegen

Mo, 14.04.2025, 18:00 Uhr - Militärhistorisches Museum der Bundeswehr in Dresden

Vortrag von Dr. Gerhard Bauer und anschließendes Gespräch mit Dr. Hans-Ulrich Holtherm

Von den Hunderttausenden in den Feldzügen zwischen 1792 und 1815 getragenen militärischen Bekleidungsstücken haben sich nur ganz wenige erhalten. Die Uniform des Herzogs von Braunschweig, die als Leihgabe im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr (MHMBw) in Dresden ausgestellt werden wird, gibt es noch, weil sie für den Tod eines Menschen stand, der zum Heldentod verklärt wurde. Noch immer sind die Spuren des Schusses sichtbar, der ihren Träger tödlich verwundete. Nicht zuletzt deshalb wurde die Uniform mit der Aura einer Reliquie versehen. Seit dem Beginn der französischen Revolutionskriege wurde der Soldatentod als Opfer im Dienst des Vaterlandes stilisiert. Deutsche Romantiker stellten während der Befreiungskriege den soldatischen Opfertod als schönstes Ziel eines Kriegerlebens dar. Der Krieg war eine »heilige Sache«. Aber was erlitten die Menschen, die sich zu Lande und zu Wasser den in den Napoleonischen Kriegen gebräuchlichen Waffen aussetzten? Wie versuchte man, Wunden zu versorgen? Wie ging man mit Gefallenen um?

Moderiert von Oberst Dr. Dr. Rudolf J. Schlaffer (Direktor des MHMBw) spricht Dr. Gerhard Bauer (Wissenschaftlicher Leiter des MHMBw) nach seinem Vortrag über das Soldatensterben in den Napoleonischen Kriegen mit Generalstabarzt Dr. Hans-Ulrich Holtherm (Kommandeur der Sanitätsakademie der Bundeswehr) darüber, wie sich die Versorgung von Verwundeten und der Umgang mit dem Tod von Soldaten bis in die Gegenwart entwickelt haben.

Eintritt frei

https://www.mhmbw.de/


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Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
Olbrichtplatz 2, 01099 Dresden