Dresden, 28.03.2025: Erstmals nach 19 Jahren feiert am 11. April 2025 eine Operette Premiere auf der Boulevardbühne in der Freiberger Straße. Sorgten zuletzt 2006 Herbert Köfer und Angelika Mann im „Im weißen Rößl“ für Operetten-Ohrwürmer, wird diese nun die OPERETTE FÜR ZWEI SCHWULE TENÖRE verursachen – ganz große Gefühle inklusive!
Das mit dem Deutschen Musical Theater Preis („Beste Liedtexte“) ausgezeichnete Stück von Johannes Kram (Text) und Florian Ludewig (Musik) erzählt eine aufwühlende, moderne, brüllend komische, aber immer auch berührende Geschichte über schwules Leben zwischen Liebe und Sex, Stolz und Selbstzweifel sowie Landidylle und Großstadtszene.
Zum Stück
Der Grafiker Tobi (Torben Rose) und der Krankenpfleger Jan (Ricardo Frenzel Baudisch) haben sich ein gemeinsames Leben auf dem Land aufgebaut: Ein eigenes Häuschen mit Garten samt Obstbäumen, selbstgemachter Konfitüre zum Frühstück und freundlich grüßenden Nachbarn. Die beiden lernten sich auf dem jährlichen Schützenfest kennen, nachdem Tobi der Hauptstadt den Rücken gekehrt hat, um seinen Traum vom idyllischen Leben auf dem Land zu leben. Doch während Tobi das Dorf idealisiert, hält es Jan, der seine Heimat noch nie verlassen hat, dort kaum noch aus. Und schließlich muss auch Tobi feststellen, dass sich das Landleben weitaus rauer gestalten kann, als die Berliner Partyszene.
Mit ihrer Uraufführung 2021 am BKA Theater Berlin feierte die erste queere Operette die Wiedergeburt der „Berliner Operette“, ein Genre, das in den 1920ern Rollenbilder strapazierte und lustvoll Diversität zelebrierte. Hundert Jahre später führt die OPERETTE FÜR ZWEI SCHWULE TENÖRE diese Tradition mit viel Witz und Herzblut fort ohne dabei eine „Retro“-Imitation des Genres zu werden, sondern ein Stück, das die musikalische und stilistische Welt der Operette mit heutigen Bildern und Themen füllt. Oder umgekehrt: Ein Stück, das Themen unserer Zeit mit Hilfe eines alten Genres eine neue Perspektive verleiht. Im Mittelpunkt des Theaterabends stehen 16 im Stil der „Goldenen Operette“ neu geschaffene Schmacht-Walzer und Operetten-Schlager wie „Champagner von Aldi“, „Mein Fetisch ist die Operette“, „Wann fahr’n wir wieder zu Ikea?“ und „Liebe Grüße aus Berlin!“.
„Es ist keine Operetten-Parodie“, sagt Autor und Regisseur Johannes Kram. „Wir nehmen das Genre sehr ernst, was für uns bedeutet, dass es albern und vor allem auch lustvoll zur Sache geht. Aber weder wir noch die beiden Protagonisten des Stücks schämen sich für große Gefühle, zumal die Welt der Operette ihren Fans noch etwas schuldig ist, auf das diese seit über 150 Jahren warten mussten: Ein ganz unironischer, unmissverständlicher, unverdruckster Hauptrollen-Kuss samt Liebesarie von Mann zu Mann.“
OPERETTE FÜR ZWEI SCHULE TENÖRE
Eine musikalische Komödie von Johannes Kram (Text) & Florian Ludewig (Musik)
In Kooperation mit dem BKA-Theater Berlin
MIT Torben Rose, Ricardo Frenzel Baudisch, Aniello Saggiomo, Jonas Heinle, Simon Lausberg
TERMINE
Premiere am 11.04.2025
12. bis 27.04.2025
Di, Mi, Fr, Sa je 19.30 Uhr
Do, 20.00 Uhr
So, 15.00 Uhr
TICKETS
an der Theaterkasse im World Trade Center (Mo-Sa 13-18 Uhr)
im Internet unter www.comoedie-dresden.de