„Komponieren beim Spazieren“ - Entstehung eines Silhouettenfilms für Kinder

05.07.2020 bis 17.12.2020 - Carl-Maria-von-Weber-Museum in Dresden
Foto: Dr. Klausjörg Herrmann
Foto: Dr. Klausjörg Herrmann

Entstehung eines Silhouettenfilms für Kinder über Carl Maria von Weber und den „Freischütz“

Jörg Herrmann (geb. 1941) ist wahrscheinlich der letzte Silhouetten-Trickfilmmacher der Welt. Traditionell schneidet Herrmann seine Figuren aus Pappkarton aus, legt sie auf einen beleuchteten Untergrund und fotografiert anschließend jede kleinste Bewegung ab, sodass eine filmische Sequenz entsteht. Das aufwendige Prozedere, bei dem pro Tag ca. 20 Sekunden Film entstehen, überzeugt durch ein stimmiges Ergebnis, dass in einer reizüberfluteten Medienlandschaft eine ganz eigene Sprache und Ästhetik ausstrahlt. Herrmann, der neben Regie und Szenaristik auch Philosophie und Logik studierte, promovierte zu einem Thema über Animationsfilme und gilt auf seinem Fachgebiet als Experte. Künstlerisch steht er in der Tradition von Lotte Reiniger, die 1919 den ersten mit Scherenschnittfiguren animierten Film auf die Leinwand brachte.

Das Carl-Maria-von-Weber-Museum zeigt von dem einzigartigen Künstler einen neuen Silhouettenfilm über den „Freischütz“ und das Leben von Carl Maria von Weber und widmet der Entstehung des Filmes vom 5. Juli 2020 bis 17. September 2020 (verlängert bis 17.12.2020) eine kleine Kabinettausstellung. Der Film gibt auf ästhetisch ansprechende Weise Einblicke in Webers Wesen. Die Ausstellung im Carl-Maria-von-Weber-Museum zu seiner Arbeit am Film hat Jörg Herrmann selbst gestaltet.

Öffnungszeiten: Mi - So 12 - 17 Uhr / ab 09.10.2020 Fr - So 12 - 17 Uhr
Eintritt: 4 Euro / ermäßigt 3 Euro (freitags ab 13 Uhr Eintritt frei, außer feiertags)

www.museen-dresden.de


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Carl-Maria-von-Weber-Museum
01326 Dresden Dresdner Straße 44