TERRITORIEN - Kollaboratives Performance-Happening im Oktogon der Klasse Aladag

25.06.2021 bis 27.06.2021 - Oktogon. Kunsthalle der HfBK Dresden in Dresden

Wie bereits in der im Oktober 2020 im Zentralwerk gezeigten ersten Auflage von TERRITORIEN hat die Klasse Nevin Aladag fakultätsübergreifend Studierende eingeladen, sich einem kollaborativen Performance-Happening anzuschließen und sich darin mit Fragestellungen zu territorialem Raum, mit all seinen politischen, kulturellen, sozialen und emotionalen Facetten auseinander zu setzen. Allen voran beteiligen sich Studierende der Fachklasse für Bühnen- und Kostümbild Knut Klaßen sowie Studierende der Klassen Carsten Nicolai, Susan Philipsz, Manuel Frolik und Wilhelm Mundt.

Dabei werden von Freitag, den 25. bis Sonntag, den 27. Juni 2021 im Oktogon, Kunsthalle der HfBK Dresden, unterschiedliche künstlerische Positionen im Raum präsentiert, die miteinander interagieren, sich stören, sich herausfordern oder anschweigen, wobei die Performativität sich als verbindendes Element durch alle Arbeiten zieht.

Innerhalb der durch die Pandemie auferlegten Beschränkungen wird TERRITORIEN dennoch einen Versuch wagen, unmittelbare Erfahrungen zu provozieren und echte Gefühle zu evozieren. Performative Interventionen, die die Grenzen des „white cubes“ verschieben und infrage stellen, werden daher sogar außerhalb des Oktogons stattfinden und bilden ein Versuch die Kunst in den öffentlichen Raum zu bringen. Mit dem Ziel Grenzen zu verschieben, zu kreuzen und zu hinterfragen, ist es unser Wunsch auch und trotz der Pandemie die Kunst und die Begegnung wieder in den Mittelpunkt unseres Alltags zu rücken und durch positive sowie provokative Interventionen gegen die Vereinzelung und die Verödung der Kulturlandschaft anzukämpfen.

Es werden verschiedene Dinge zu verschiedenen Zeiten passieren –

Raum nehmen, Raum wegnehmen, Raum einnehmen, abräumen. Sich abgrenzen und aufbauen, einschließen und ausschließen. Gehören Körper sich selbst? Oder werden sie nicht vielmehr durch die Ideen Dritter definiert? Wer bestimmt überhaupt über die Wahrnehmung von Körpern? Wo fängt Raum an, wo endet er, wo fließen Räume ineinander? Und beeinflussen sich diese wechselseitig?

Der Körper wird zum umkämpften Territorium, das erobert, verloren gehen und angeeignet werden kann. Machtstrukturen konstruieren Räume, die definieren, was Innen und Außen ist, wer zum „wir“ gehört und wer nicht.

Schon immer wurden Territorien verhandelt, sind Anlass für Konflikte und Krisen und grenzen Identitäts- und Kulturräume ab. Sie schaffen die Illusion gefestigter Verhältnisse. Sie definieren Unterschiede, die als Bereicherung, aber auch als Gefahr wahrgenommen werden können. Im Großen sind Territorien ein Thema der Politik, im Kleinen wird gleichermaßen im Alltag der Zivilgesellschaft Raum stets ausgehandelt. TERRITORIEN möchte einen Beitrag dazu leisten, das vielschichtige Themenspektrum künstlerisch zu bearbeiten und Besucher:innen dazu einladen, sich mit den zahlreichen Facetten auseinanderzusetzen.

Eine Öffnung für die Öffentlichkeit ist geplant, kann aber in Abhängigkeit von den Inzidenzwerten und Auflagen zur Bekämpfung der Pandemie erst kurz vor Veranstaltungsbeginn abschließend bestätigt werden. Genaue Informationen zum Ausstellungsbesuch werden zeitnah vor Veranstaltungsbeginn auf der Website der HfBK Dresden veröffentlicht.: 
www.hfbk-dresden.de/veranstaltungenkalender/details/territorien-2/


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Oktogon. Kunsthalle der HfBK Dresden
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