Balayage, Strähnchen oder klassisch: Welche Färbetechnik passt zu mir?

Dana -
Foto von George Bohunicky auf Unsplash
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Wenn es um die farbliche Gestaltung der Frisur geht, bleiben keine Wünsche offen. Mittlerweile gibt es zahlreiche Trends und unterschiedliche Färbetechniken, sodass für jeden Geschmack der passende Look gefunden wird. Und wenn die Haare zu kurz sind, um die modernen Farbtrends umzusetzen?

Kein Problem, man kann auch eine Haarverlängerung in Balayage machen, um sich diesen Wunsch zu erfüllen. Hier kommt ein kleiner Überblick der verschiedenen Färbetechniken und zu wem sie passen.

Die Balayage – das Highlight für alle Trendsetter

Was als kurzfristiger Sommertrend begann, hat sich heute als dauerhafte Färbetechnik für langes Haar etabliert. Es ist vor allem der frische und natürliche Look, der hierbei vollumfänglich überzeugt. Dabei bleibt der Haaransatz in einem natürlichen Ton und wird nur mit einzelnen Strähnchen akzentuiert. Nun arbeitet der Friseur einen dezenten Farbverlauf ein, bis die Haarspitzen schließlich als hellster Punkt das Ende setzen.

Der natürliche Look entsteht durch die freihändig gesetzten Strähnen, die am Oberkopf beginnen und bis in die Spitzen verlaufen. Eine Balayage ist für jede Haarfarbe geeignet, natürliche Töne sind allerdings am beliebtesten. Aber warum eigentlich Balayage und nicht einfach nur Strähnchen?

Der Vorteil der Färbetechnik besteht darin, dass ein natürlicheres Gesamtbild erzielt wird. Klassische Strähnchen wirken schnell künstlich, der Farbverlauf bei der Balayage mildert den Effekt ab. Hinzu kommt, dass keine Färbung des Ansatzes nötig ist, wovon Frauen (und Männer) mit schuppiger und empfindlicher Kopfhaut profitieren können.

Und auch rein pflegerisch bietet die Balayage Vorteile. Da der Ansatz nicht hart nachgefärbt wird, braucht es keine permanenten Friseurbesuche. Wächst das natürliche Haar nach, verlängert sich der Farbverlauf lediglich, wirkt aber immer noch natürlich. Und zu wem passt der Look? Hier eine kleine Übersicht:

  • Mittel- und Langhaarträger: Perfekte Farbverläufe lassen sich vor allem bei langem Haar generieren. Ab Schulterlänge eignet sich die Frisur für eine Balayage. Wer kürzere Haare hat, setzt daher gern auf eine Haarverlängerung, um den Trendlook zu tragen.

  • Dünnes Haar: Der Farbverlauf schafft optisch mehr Volumen und ist so perfekt für jene geeignet, die unter dünnem und feinem Haar leiden.

  • Trendsetter: Wer mit der Mode gehen möchte, kommt kaum um eine Balayage herum. Stars wie Margot Robbie und Kaia Gerber haben es vorgemacht und Tausende Fans machen es nach.

Farbeffekte mit Strähnchen – für mehr Highlights im Haar

Wer auf Aktuelles und Trends setzt, kommt auch um klassische Strähnchen nicht herum. Waren es früher primär Foliensträhnen, gibt es heute immer mehr moderne Techniken. Hier ein kleiner Überblick der beliebtesten Strähnentechniken, die heute beim Friseur angeboten werden:

  • Der Klassiker: Für einen gleichmäßigen Look werden einzelne Strähnchen gewebt und dann mit Farbe behandelt. Die Strähnchen sind dabei entweder heller oder dunkler als die Grundhaarfarbe. Die Behandlung beginnt am Ansatz und zieht sich bis in die Haarspitzen durch.

  • Babylights: Hinter dieser Technik versteckt sich die Einarbeitung hauchdünner und sehr heller Strähnen ins Haar. Es wird auf Blondnuancen gesetzt, die einen natürlichen Look ermöglichen. Perfekt geeignet ist diese Technik für naturblondes Haar, dem einige Highlights hinzugefügt werden sollen.

  • Paintings: Bei dieser Färbetechnik arbeitet der Friseur freihand. Eingefärbt werden nur punktuelle Highlights, dabei werden sanfte Farbverläufe eingearbeitet. Der Ansatz bleibt wie bei der Balayage unbehandelt oder wird gezielt dunkel gefärbt. So entsteht ein Kontrastspiel zwischen hell und dunkel. Eine Abwandlung ist die Foliage- Technik. Sie funktioniert identisch, die gefärbten Strähnen werden aber zusätzlich in Folie eingeschlagen. Dadurch wirkt die Farbe noch intensiver und es bilden sich stärkere Kontraste aus.

  • Lowlights: Während Babylights heller sind als das natürliche Haar, wird bei Lowlights auf feine, dunkle Farbeffekte gesetzt. Auf Wunsch besteht außerdem die Möglichkeit, Low- und Babylights miteinander zu kombinieren. Perfekt geeignet ist die Lowlights- Färbetechnik für dünnes Haar. Visuell entsteht mehr Volumen, ohne dabei die Grundhaarfarbe generell zu verdunkeln.

  • Chunky Highlights: Sie sind auffällig und kontrastreich, wirken aber alles andere als natürlich. Chunky Highlights setzen sich direkt vom Haar ab und werden vor allem gern in Knallfarben integriert. Ob blau, pink oder feuerrot – für Mutige sind diese Strähnen ein Muss.

Strähnchen passen zu jedem Haartyp, auch die Länge spielt eine untergeordnete Rolle. Wie bei der Balayage auch, ist langes Haar aber die beste Voraussetzung. Dadurch fallen die einzelnen Strähnen stärker auf und setzen nachhaltige Akzente.

Abwechslung auf dem Kopf ist klar im Trend, mehr als zwei Drittel aller Deutschen gaben in einer Umfrage an, schon einmal Farbe ins Haar gelassen zu haben. Wem eine einfache Färbung zu simpel ist, der profitiert vom modernen Strähnenlook.

Klassisches Färben – die endgültige Verwandlung

Manchmal helfen keine Highlights, sondern nur eine komplette Veränderung. Grundsätzlich gibt es zwei entscheidende Unterschiede:

  • Die Tönung bleibt bis zu 24 Haarwäschen lang erhalten, wird aber bei jeder Wäsche heller.

  • Eine dauerhafte Färbung bleibt und wächst mit dem Haar Stück für Stück raus.

Gegenüber der beliebten Balayage hat eine dauerhafte Haarcoloration einen eindeutigen Nachteil. Sobald der Ansatz rauswächst, steht der nächste Friseurtermin an. Im Schnitt heißt das: Alle sechs Wochen nachfärben, sonst wirkt der Look nicht mehr natürlich.

Ein klarer Vorteil hingegen ist, dass die Haarfarbe komplett den gesamten Kopf erfasst und damit besonders natürlich wirkt. Wer zum Beispiel von Blond auf Braun wechselt, kann keine Farbstrukturen oder Highlights mehr erkennen. So wirkt es von Anfang an, als wäre die neue Farbe naturgegeben. Abweichend hiervon sind exotische Farbtrends, die in der Natur nicht vorkommen. Das klassische Färben ist in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen, Techniken wie die Balayage sind sehr viel beliebter. Generell empfiehlt es sich, eine komplette farbliche Umgestaltung immer beim Friseur durchführen zu lassen. Zwar gibt es hochwertige Färbemittel in jeder Drogerie, die Anwendung ist aber allein gar nicht so einfach. Ziel ist doch, bei jeder Technik ein ästhetisches Gesamtbild zu erzielen.

Fazit: Farbspiele auf dem Kopf – nach individuellen Kriterien wählen

Der besten Freundin steht platinblond, der Arbeitskollegin hingegen feuriges Kupferrot. Die Auswahl an Farbtönen für das Haar ist so vielfältig wie nie. Bei der Entscheidung kommt es maßgeblich auf den eigenen Typ an.

Blasse Gesichter wirken mit einer harten Schwarzfärbung oft zu streng, wohingegen sonnengebräunte Haut mit Schwarz harmoniert. Die meisten Friseure bieten nicht nur die etablierten Färbetechniken an, sondern ganz nebenbei auch eine Typberatung.