Hunde artgerecht ernähren: Die besten Tipps im Überblick

Dana -
Bild von Adriana Morales auf Pixabay
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Hunde sind fantastische und liebenswürdige Begleiter, die die Menschheit nicht mehr missen möchte. Doch wie jedes andere Lebewesen müssen sie ernährt werden - möglichst artgerecht. Dabei können Hundehalter beim täglichen Füttern viel falsch machen. Auch die modernen Trends wie das Barfen sollten nicht zu leichtfertig umgesetzt werden, um die Gesundheit des Tieres nicht zu riskieren. Dieser Ratgeber fasst die besten Tipps und Informationen zu diesem umfangreichen Thema zusammen. Wer zusätzlich eine Beratung wünscht, kann sich zum Beispiel an https://www.pawsitive-dogs.de/ wenden.

Artgerechtes Futter für den Hund

Wer seinen Hund artgerecht ernährt, tut ihm etwas Gutes. Die artgerechte Ernährung ist für Hunde ideal und sollte in jedem Fall angestrebt werden. Auf diese Art lassen sich viele vermeidbare Krankheiten vorbeugen und das Hundeleben verlängern. Außerdem kann sich das Tier hervorragend entwickeln. Nicht zuletzt lässt sich bei artgerecht ernährten Hunden häufig auch mehr Wohlbefinden und Lebensfreude wahrnehmen. Natürlich sollte es auch nicht an einer guten Erziehung und einer wohlwollenden Mensch-Tier-Beziehung mangeln. Die Ernährung spielt jedoch eine außergewöhnliche Rolle und sollte immer mit Bedacht verfolgt werden. Zum Glück ist es heute weder schwer noch teuer, sein Haustier artgerecht zu ernähren.

Alleinfuttermittel für Hunde

Wer sich die artgerechte Ernährung für den Hund besonders einfach machen möchte, füttert ein Alleinfuttermittel. Mit diesem Produkt sind bereits alle wichtigen Nährstoffe abgedeckt, die das Tier benötigt. Die Futtermittel sind auch gut verträglich und schmecken den meisten Hunden auch. Alleinfuttermittel stehen sowohl als Trocken- als auch als Nassfutter zur Verfügung. Dennoch sollten Hundehalter nicht irgendein Alleinfutter kaufen: Es ist wichtig, die einzelnen Produkte miteinander zu vergleichen und darauf zu achten, dass das Produkt von guter Qualität ist.

Trocken- oder Nassfutter: Was ist besser?

Bei der Wahl zwischen Trocken- und Nassfutter scheiden sich die Geister. Dabei können beide Varianten gut für den Hund sein. Sie haben allerdings individuelle Vor- und Nachteile, die bei der Entscheidung berücksichtigt werden sollten. Es ist möglich, Trocken- und Nassfutter in der Hundeernährung zu kombinieren. Die Hunde schätzen die Abwechslung in vielen Fällen auch.

Trockenfutter ist auch nach dem Öffnen lange haltbar und recht günstig. Außerdem ist das Gewicht einer Tüte Hundefutter gering, sodass man es nach dem Einkauf leicht nach Hause tragen kann. Nassfutter ist schwerer, verursacht durch die Dosen mehr Abfall und kann je nach Marke teuer sein. Allerdings enthält Nassfutter viel Feuchtigkeit. Das trägt dazu bei, dass auch trinkfaule Hunde gut hydriert sind.

Hunde ohne Fleisch ernähren

In der öffentlichen Wahrnehmung werden Hunde häufig für Fleischfresser gehalten. Das liegt daran, dass sie die domestizierten Nachfahren der Wölfe sind, die vor allem für ihr Raubtier-Verhalten bekannt sind. Tatsächlich ist es aber möglich, einen Hund völlig fleischfrei zu ernähren, denn sie sind Allesfresser.

Die vegetarische Ernährung erfordert allerdings eine ausgewogene Auswahl der sonstigen Nahrungsmittel. Proteine können die Hunde dann zum Beispiel aus Milchprodukten und Eiern beziehen. Um eine fleischfreie Ernährung artgerecht umzusetzen, sollten Hundehalter sich mit einem Tierarzt abstimmen. Dieser sollte sich mit der Hundeernährung gut auskennen.

Selbst eine rein vegane Ernährung kann für Hunde möglich sein. Dabei werden keinerlei tierische Produkte mehr gefüttert. Allerdings erfordert diese Ernährungsform noch mehr Aufmerksamkeit, um keinen Nährstoffmangel beim Hund zu riskieren.

Fütterungs-Frequenz: So oft sollte der Hund gefüttert werden

Abgesehen von Welpen sollten Hunde zwei Mal pro Tag gefüttert werden. Jungtiere bekommen etwas häufiger Nahrung, da sie nur kleine Mengen aufnehmen können. Die Aufteilung in zwei Mahlzeiten bei älteren Hunden ist wichtig, weil sie zum Überfressen neigen.

Schlingen gezielt vorbeugen

Viele Hunde neigen zum Schlingen: Sie freuen sich so sehr auf ihr Futter, dass sie es in wenigen Sekunden herunterschlingen. Das hat allerdings einige Nachteile: Die betroffenen Hunde erbrechen ihre Nahrung häufig oder haben nach dem Fressen mit Bauchschmerzen oder Unwohlsein zu kämpfen. Der Handel bietet allerdings inzwischen wirkungsvolle Lösungen an, die nur uneingeschränkt empfohlen werden können: Mit einem Anti-Schling-Napf ist der Hund gezwungen, das Futter gemächlicher zu sich zu nehmen. Trotzdem wird er satt. Positiver Nebeneffekt: Mancher Hund empfindet diese Art der Nahrungsaufnahme als anregend und unterhaltsam.

Hunde barfen ist nicht für jeden sinnvoll

In den vergangenen Jahren kam der Trend zum Barfen auf. Das Futter ist dann besonders naturbelassen. Es stammt also nicht aus Dosen oder Kartons, sondern wird aus frischen Zutaten selbst zusammengestellt. Typische Zutaten beim Barfen sind Joghurt, Fleisch, Gemüse und Reis. Dieses wird vor dem Servieren teilweise gegart und häufig sogar angewärmt serviert. Im Vergleich zu Futter, das frisch aus dem Kühlschrank stammt, ist das auch nicht weiter problematisch.

Ein Problem beim Barfen ist jedoch, dass viele Menschen ihre Barfing-Fähigkeiten überschätzen. Es ist wichtig, die Lebensmittel sorgfältig auszuwählen und für eine gute Hygiene zu sorgen. Wer das Know-how zum Barfen hat, kann seinem Hund allerdings etwas Gutes tun. Die Umsetzung geht jedoch auch mit viel Arbeit einher. Das Füttern nimmt auch viel mehr Zeit in Anspruch.

Überblick: Was Hunde auf keinen Fall fressen sollten

Die meisten Hundehalter sind sich darüber im Klaren, dass ihr Tier nicht alles fressen sollte. Zu den typischen Beispielen dafür zählen vor allem Schokolade, giftige Pflanzen und Medikamente, die dem jeweiligen Hund nicht verschrieben worden sind. Wie man eine Vergiftung beim Hund erkennt und was im Fall einer solchen Situation zu tun ist, hat der ADAC hier für seine Leser zusammengefasst.

Ein weiteres No-Go ist der Knochen. Zwar ist das Bild des Knochen-kauenden Hundes allgegenwärtig, doch die abgebissenen und zerkauten Knochenstücke können im Magen-Darm-Trakt des Hundes für Verletzungen sorgen. Darüber hinaus sind Knochen auch dafür bekannt, dass sie bei Hunden Verstopfungen verursachen. Ein weiteres Lebensmittel, dass Hundehalter nicht füttern sollten, ist rohes Schweinefleisch. Dieses kann mit Erregern belastet sein, die Infektionen zur Folge haben können.

Doch viele Hundehalter machen dennoch Fehler bei der Ernährung ihrer Haustiere: Sie füttern sie mit Essensresten, die bei einer Mahlzeit übergeblieben sind oder während des Essens vom Hund erbettelt wurden. Das Hauptproblem liegt vor allem darin, dass die für Menschen gemachte Nahrung nicht gleichzeitig auch artgerecht für den Hund ist. Wie weit verbreitet dieses Problem ist, lässt sich zum Beispiel an TikToks und Reels sehen, in denen dieses Phänomen beobachtet werden kann. Häufig äußern sich auch die Kommentatoren nicht kritisch.