Sicherheitscheck: So aktualisieren Sie Ihre PC- Antivirenschutzsoftware

Dana -
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
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Die Sicherheit der eigenen Daten, Privatsphäre, des Computers und aller darauf gespeicherten Passwörter und Kontenzugriffe, ist nicht dem Zufall zu überlassen: Das bedeutet, dass im ersten Schritt eine leistungsstarke und vielseitig anwendbare Schutz-Software zu wählen ist, die im zweiten Schritt unbedingt fortlaufend aktuell gehalten werden muss.

Bestandsaufnahme: Wie gut ist der Rechner aktuell geschützt?

Noch bevor Maßnahmen ergriffen werden können, muss eine nüchterne Bestandsaufnahme erfolgen. Windows-Anwender werden auf ihrem aktuell gehaltenen Windows-Rechner mindestens den Windows Defender bereits installiert haben - der hoffentlich auch aktiviert ist. Dieser bietet ein gutes Fundament für die eigene Cybersicherheit, da er sowohl eine Firewall enthält als auch fortlaufend den Rechner prüft.

Anders als spezialisierte Anti-Viren- und Cybersecurity-Programme, ist der Windows Defender aber in seiner Funktionalität etwas überschaubar. Mit einer Avast Lizenz können Windows-Anwender die Lücke schließen. Derartige Programme bringen selbstverständlich einen umfassenden Anti-Viren-Schutz mit, aber auch noch viele weitere Funktionen - wie beispielsweise einen VPN-Dienst, Browser-Cleaner, Ransomware-Schutz und Anti-Phishing-Funktionen. Sofern die Programme eine Firewall enthalten, wovon auszugehen ist, können sie auch eine Wachablösung gegenüber dem Windows Defender darstellen.

Wichtig zu wissen: Die Programme sollten fortlaufend im Hintergrund laufen, schließlich ist nur so ein Schutz in Echtzeit möglich. Parallel dazu müssen Anwender darauf achten, dass die Programme aktuell gehalten werden. Deren Entwickler speisen fortlaufend neue Mechanismen zur Erkennung von Bedrohungen ein, damit die Software auch auf aktuellste Viren, Trojaner und Co. zuverlässig reagiert. Normalerweise sind automatische Updates der Software daher bereits aktiviert - was auch so bleiben sollte.

Wie aktualisiert bzw. tauscht man die PC- Antivirenschutzsoftware aus?

Hier gilt immer: Es sollten jeweils nur eine PC-Antivirenschutzsoftware und eine Firewall aktiviert sein. "Viel hilft viel" gilt in diesem Fall nicht, denn mehrere Schutzsoftwares können sich gegenseitig stören und damit sogenannte "false positives", also falsche Alarme, auslösen. Wer seine Schutzsoftware aktualisierten möchte, muss also zunächst einmal die bis dato genutzte Software mindestens deaktivieren - sofern es sich um den Windows Defender handelt. Eine ältere externe Schutzsoftware sollte komplett deinstalliert werden, bevor die neue Software auf dem Rechner aufgespielt wird - das muss im Gleichschritt und unverzüglich erfolgen, damit der Rechner tatsächlich nur wenige Minuten ungeschützt ist.

Im Anschluss an die Installation empfiehlt sich ein Komplett-Scan des Rechners mit der neuen Schutzsoftware. Des Weiteren können Anwender dann auch verschiedene präzise Einstellungen vornehmen, beispielsweise wenn sich die Software um den Schutz der Passwörter kümmern oder direkt die Browser-Cookies überprüfen soll. Speziell bei der Firewall müssen gegebenenfalls für einzelne Dienste bestimmte Ports entsperrt werden. Das ist aber zuvor normalerweise nicht manuell nötig. Sofern der Port von einem Dienst beansprucht wird, zum Beispiel Streaming- oder Gaming-Apps, erhalten Anwender eine Meldung und können dann darüber entscheiden, ob sie den Zugriff erlauben oder verwehren.

Ergänzend: Installierte und häufig genutzte Programme überwachen

Es lässt sich leider nicht vermeiden: Regelmäßig werden in verschiedenen Programmen Sicherheitslücken gefunden. Idealerweise finden diese "White Hat"-Hacker, also solche, die die Lücken nicht ausnutzen, sondern sie dem Hersteller melden. In jedem Fall aber sollten Sie dringliche Updates derartiger Programme direkt installieren, um die Sicherheitslücke zu schließen. Auch im Jahr 2023 hat es wieder viele etablierte Programme getroffen, zuletzt wurden allein im Chrome-Browser zehn existente Sicherheitslücken geschlossen.

Aktualität ist im Kampf gegen Cyberkriminalität essenziell

Das Leben wird fortlaufend digitaler: Durch Smart Cars, längere Zeiten vorm Rechner, mobile Endgeräte und die "Always-online"-Mentalität. Das macht einen fortlaufenden, zuverlässigen Schutz unerlässlich - und der funktioniert nur, wenn die Schutzsoftware ebenso leistungsstark wie aktuell gehalten ist.